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Die Feuerwehr Hamburg brennt! „Löschversuche der Gewerkschaften scheitern“

Mehrfach haben wir, wie auch die anderen Gewerkschaften, in den vergangenen Jahren auf eine völlig aus dem Ruder gelaufene Situation in der Rettungsleitstelle sowie im Rettungsdienst hingewiesen.

Wiederholt wurden unsere Warnungen von der Politik
und Innensenator Andy Grote nicht ernst genommen.

Deutlich wurde es auch wieder am vergangenen Samstag!

Am Abend war im Hamburger Westen kein einziger freier Rettungswagen verfügbar. Daraufhin mussten im Süden stationierte Rettungswagen ihren Standort in den Westen der Stadt verlegen. Da auch dies augenscheinlich nicht ausreichte, wurde zusätzlich im Süden ein Löschfahrzeug außer Dienst genommen. Man hat dadurch weitere Rettungsdienstressourcen freigesetzt, um wenigstens den Innenstadtbereich absichern zu können! Somit waren die Bürger:innen im Süden dem überlasteten System hilflos und nichtsahnend ausgeliefert. War das AGBF-Schutzziel in Gefahr? Ja!

Der Rettungsdienstbereich in Eidelstedt ist seit Jahren das am schlechtesten abgedeckte Revier in Hamburg. Schon vor Jahren wurde festgestellt, dass dort zwei Fahrzeuge mehr stationiert werden müssten. Zuletzt wurde am 17.06.2022 in Stellingen ein Löschfahrzeug einen halben Tag lang außer Dienst genommen, um diesen Bereich mit zusätzlichen Rettungswagen abzudecken.

In der Rettungsleitstelle war die Situation ebenfalls katastrophal! Die sensibelste Schnittstelle der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr hatte mit über 1700 Notrufen zu kämpfen, aus denen über 1300 Einsätze resultierten. Mehr Einsätze als an hochfrequentierten Silvesternächten, an denen allerdings viele zusätzliche Rettungswagen und Löschfahrzeuge besetzt werden! Auch die Berufsfachschule für Notfallsanitäter und die Feuerwehrakademie sollen immer wieder Unterrichte ausfallen lassen um den Rettungsdienst zu retten, letztmalig am 27.06.2022. Tendenz steigend!

Dazu Jan Heinrich, Vorsitzender des Landesverbandes: „Noch hält der Teamgeist die Kolleg:innen an den Feuer- und Rettungswachen, der Rettungsleitstelle und den Ausbildungsstätten zusammen. Aber zu welchem Preis? Das Kollegium geht bereits auf blutigem Zahnfleisch und versucht sich in den verdienten Sommerurlaub zu retten. Das allerdings mit dem Wissen, dass die Erholung kurz nach dem Urlaub wieder dahin ist.

Die Politik sollte sich schnell entscheiden, ob sie endlich auf unsere Unterstützungsangebote eingehen oder die Feuerwehr mit dem dazugehörigen Rettungsdienst unkontrolliert abbrennen lassen möchte. Der Innensenator wird sich rechtfertigen müssen, warum er trotz aller Warnungen der Gewerkschaften, nicht auf die bekannten Missstände reagiert hat!

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