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+++Es brennt bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst in NRW+++

Nicht nur in Berlin und Hamburg brennt es an allen Ecken bei der Feuerwehr/Rettungsdienst, auch in NRW ist es schon lange fünf vor zwölf.

Als gewerkschaftliche Vertretung unserer Kolleginnen und Kollegen bei Feuerwehr und kommunalem Rettungsdienst warnen wir seit Jahren vor Missständen, die aktuell offen sichtbar werden. Dauerhaft steigende Einsatzzahlen, ausbleibende personelle Verstärkung in den Feuer- und Rettungswachen sowie den Leitstellen, Pensionierungswellen und Krankenstände sind nur einige der gravierenden Probleme, die das Rettungswesen in NRW weit über das erträgliche Maß belasten.
Nur durch permanentes Improvisieren, Lückenstopfen und „Augen-zudrücken“ werden Schutzziele erreicht und auch das regelmäßig nur noch ansatzweise. Rettungswagen müssen teilweise abgemeldet werden oder werden durch die entsprechend rettungsdienstlich ausgebildeten Kolleg*innen des Löschzuges besetzt, wodurch gleichzeitig die Komponenten Brandschutz und technische Hilfe geschwächt werden.

Die stetig steigenden Anforderungen unseres vielfältigen Berufsfeldes und im Kontrast dazu fehlende Attraktivitätssteigerungen für den öffentlichen Dienst seitens der Politik, führen seit Jahren dazu, dass es immer weniger geeignete und qualifizierte Bewerber*innen gibt.
Der demografische Wandel und daraus resultierender, allgemeiner Fachkräftemangel tun ihr Übriges dazu und waren ebenfalls absehbar.

In der öffentlichen Verwaltung, im Handwerk oder vielen anderen Bereichen bleibt Arbeit aufgrund von Personalmangel einfach liegen oder wird zu einem späteren Zeitpunkt erledigt. Doch was passiert, wenn ein Rettungsfahrzeug nicht mehr ausrückt? Ein Wohnungsbrand, ein schwerer Verkehrsunfall, ein Herzinfarkt oder ein kindlicher Fieberkrampfanfall dulden keinerlei Zeitverzug!!

Hierbei geht es landesweit tagein, tagaus um Menschenleben. Nicht zu vergessen seien die resultierenden massiven Schäden durch Großschadenslagen infolge von Unwettern, Überschwemmungen, Ausfall von Infrastrukturen etc..

Weitere gravierende Missstände:
Bedarfspläne, die die Leistungsfähigkeit von Feuerwehr und Rettungsdienst definieren, sind veraltet, existieren nicht oder werden praktisch nicht umgesetzt.
Ein Organ, welches dieses effektiv kontrollieren könnte? Fehlanzeige!

Die Besoldung der verbeamteten Kolleg*innen inklusive der Zulagen für Wochenend-, Feiertags- und Nachtdienste liegen seit Jahren unter Bundesniveau und sind im Land NRW durch Urteil vom Bundesverfassungsgericht obendrein NICHT einmal verfassungskonform.

Anstelle diese Missstände endlich zu beseitigen und somit Brandschutz, Hilfeleistung und Rettungsdienst auf einem von der Bevölkerung zurecht erwarteten, leistungsfähigen Niveau zu etablieren, wird diskutiert, geprüft und auf die lange Bank geschoben.

Es wird endlich Zeit zu handeln! Die vollwertige Ausbildung eines*r Kollegen*in inklusive des Notfallsanitäters dauert etwa 4,5 Jahre – dazu kommt noch die vorausgesetzte 3-jährige Vorausbildung, die überhaupt erst die Tür in die Feuerwehrlaufbahn öffnet.
Um auch zukünftig professionelles Personal für die hochwertige und anspruchsvolle Arbeit zu finden und zu halten, bedarf es unverzüglicher Verbesserungen der Berufslaufbahn sowie einer verfassungskonformen, zeitgemäßen Besoldung seitens der Politik

Die Innere Sicherheit in NRW ist in Gefahr – wer kommt, wenn Feuerwehr und Rettungsdienst nicht mehr können? Wieviel ist die innere Sicherheit den politischen Vertretern unseres Bundeslandes wert.

Wir stehen der Landesregierung jederzeit als Fachgewerkschaft mit Rat und Tat zur Seite.

Der DFeuG-Landesvorstand NRW

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