Bundesvorstand

Siegfried Maier

Feuerwehr München

1. Bundesvorsitzender

Daniel Dahlke

Feuerwehr Hamburg

stellv. Bundesvorsitzender

Lars Wieg

Feuerwehr Berlin

Fach-Ressorleiter Tarif /
stellv. Bundesvorsitzender

Steffen Demuth

Feuerwehr München

Schriftführer

Bernhard Antl

Feuerwehr Regensburg

Fach-Ressortleiter Arbeitsgruppen

Tobias Thiele

Feuerwehr Wiesbaden

Beisitzer

Udo Bingemann

Bundeswehrfeuerwehr

Kommissarischer Schatzmeister

Andreas Kacsur

Feuerwehr Mühlhausen

Beisitzer

Chronik

Seit Ende der 90er entwickelte sich eine starke Unzufriedenheit bei den Feuerwehrleuten. Die Gründe waren zahlreich: Beförderungsstopp, Gehaltskürzungen, mehr Arbeit ohne entsprechende Entlohnung und vieles mehr. Die Einsatzkräfte fühlten sich nicht adäquat vertreten. Die etablierten Gewerkschaften berücksichtigten die Feuerwehrleute nicht ausreichend, ihre Interessen und die Besonderheiten der Berufsgruppen gingen bei Verhandlungen unter. Der Fürsprecher für die Feuerwehr fehlte. Deswegen begannen Feuerwehrleute sich ab 2003 unter anderem in Oberhausen, Hemer, Mühlheim, Wuppertal und Solingen zu organisieren. Noch unabhängig voneinander – bis vier Kollegen diese Initiativen bündelten.

Grundsteinlegung für die DFeuG: Am 26. Oktober 2008 wird die Interessenvertretung der Feuerwehr (IdFw) in Solingen gegründet. Die erste Bewährungsprobe für die junge Interessenvertretung: AZVO Feu Umsetzung von 54 auf 48 Stunden. Die IdFw ist beteiligt an der Beratung der Politik, Personalräte und der Kollegen*innen. Während die Kommunen Druck auf die Feuerwehrleute machen, erarbeitet die IdFw gemeinsam mit der Politik individuelle Übergangslösungen und erwirkt die Einstellung von mehr Einsatzkräften. IdFw ist ein Erfolgsprojekt: 2008 und 2009 folgen Landesgruppen in Rheinland- Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Baden-Württemberg. Ein Bundesvorstand wird gegründet, in vier Städten schafft es die IdFw in den Personalrat.

Mai 2011: Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) wird gegründet. Weitere Landesgruppen folgten.
2018 verschmelzen der in Hamburg gegründete Berufsverband Feuerwehr und die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft. In der Hansestadt hatten sich 13 Beamte aus dem mittleren und gehobenen Dienst zusammengetan, um Missstände bei der Feuerwehr Hamburg anzugehen. Durch die Zusammenarbeit mit der DFeuG wird der Weg zur größten Interessenvertretung der hauptamtlichen Feuerwehrleute in Deutschland geebnet. Mittlerweile ist die DFeuG in 14 Bundesländern vertreten.

Aufgrund der vielschichtigen Tätigkeitsfelder, in denen unsere Kolleginnen und Kollegen von Berufs- und Werkfeuerwehren tätig sind, wächst auch der Aufgabenbereich, den die DFeuG für und mit ihren Mitgliedern betreut. Seit kurzem zählen hier auch die Bereiche des Rettungsdienstes, sowie der Brand- und Katastrophenschutz zu, worunter auch die vielen hauptamtlichen Feuerwehrgerätewarte der Freiwilligen Feuerwehren zählen. Nicht zu vergessen: die ca. 2.500 Leitstellendisponenten in den Rettungsleitstellen deutschlandweit.

NewsArchiv

Jahresbericht der Berliner Feuerwehr

Im Ausnahmezustand Rettungsdienst…der Jahresbericht der Berliner Feuerwehr 2022

Die als Pressekonferenz „getarnte“ Veranstaltung beschäftigte sich ausgiebig mit einem schon fast stolz vorgetragenen Aufwuchs an Einsätzen, ähnlich des „Aufwuchses“ der handgereichten Broschüre mit ihren 233 Seiten.

Der Ausnahmezustand spielte während der Veranstaltung, begleitet von einem berlinweiten AZ Rettungsdienst, vorerst leider keine Rolle. Erst durch die Anfragen der Presse- und Medienvertreter wurde „der Elefant im Raum“ an- und ausgesprochen.

Kernaussage der Fragen: Werden die Rettungsmittel anlassgerecht verwendet?
Warum beschickt man im Ausnahmezustand immer noch die kleine Verletzung?

Was erklären Sie dem Bürger, wenn es zum ersten Todesfall kommt, weil Hilfe weit weg war, um Bagatellen zu versorgen? Die Einsatzzahlen sind zu hoch!

Doch Antworten darauf blieben aus, während ein Pressevertreter nach dem anderen versuchte die Fragen noch verständlicher zu formulieren. Doch zwischen den Zeilen konnte man den versuchten Spagat hören, darauf hinzuweisen, dass Berlin im KGST Vergleich in der pro Kopf Versorgung nicht gut ausgestattet ist. Hören konnte man allerdings auch: „Eine absolute Sicherheit gibt es nicht“ – umso unverständlicher, dass Rettungsmittel wie Kamelle verteilt werden.

Die Feuerwehr höchstselbst kann nicht sagen, ob ihre Einsätze sinnvoll beschickt sind oder notwendig waren, da sie keine Zahlen darüber erhebt. 20 % der Einsätze enden nicht mit einem Transport ins Krankenhaus und keiner weiß warum.

Löschfahrzeuge rückten über 20.000-mal zu Rettungsdiensteinsätzen aus, da kein Rettungswagen zeitnah verfügbar war. Wer löscht dann eigentlich Brände? Warum ist der Grundschutz in der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung nicht definiert.

7000 Fehlalarme weniger?
Ein Rechentrick?

Sollten sich die Messgrößen geändert haben, wäre diese Aussage „weniger Fehleinsätze“ nichts wert.
Man weiß um veränderte Lagemeldungen, die einen Fehlalarm neu definieren.

Die Frage dazu könnte aber sein, wie es kommts, dass bei 446.149 Einsätzen abzüglich 21.788 Fehleinsätzen, unserer Kenntnis nach nur ca. 340.000 Patienten in ein Krankenhaus gebracht wurden?
Man konnte es kaum glauben, dass das Thema „Belastung im Rettungsdienst“, keine Erwähnung fand. Weder zu oben genannten Fragestellungen noch zur (Über)Belastung der Beschäftigten der Berliner Feuerwehr, gab oder gibt es Zahlen. Ein Wille an einer sauberen Evaluation ist nicht erkenn-bar.
Der Versuch, die Belastung der Beschäftigten durch Wertschätzung zu honorieren, gilt sicher als eine der härteren Währungen, aber auch diese Währung wird durch Inflation aufgefressen.

Visp DFeuG Berlin-Brandenburg

Pressereaktionen

Tagesspiegel (Einleitung) vom 16.06.2022 19:38 Uhr
Tagesspiegel (ausführlich, mit Zahlen) vom 16.06.2022 (Update 19:42 Uhr)

Berlin-Brandenburg hat gewählt

Mitgliederversammlung des Landesverbands Berlin-Brandenburg 2022

Vorweg möchten wir uns für all die investierten Stunden, die tollen Gespräche, die spannenden Begegnungen im Ehrenamt bei allen Mitgliedern und Mitmachern bedanken. Danke Susanne, Fabian, Janek, Jan, Sven und Micha für eure Arbeit, eure Ideen, dem mit eurer Hilfe Erreichte und eurem Engagement im Vorstand der DFeuG Berlin-Brandenburg. Ohne euch wären wir nicht dort, wo wir heute sind.

Gleichzeitig freuen wir uns auch über die Wahl neuer, aber auch alter Mitglieder in den Vorstand.

Lars Wieg, mit seiner Erfahrung der Gewerkschaftsarbeit, aber auch die über Jahre gewachsene Expertise in seiner Tätigkeit im Personalrat der Berliner Feuerwehr, wurde 1. Vorsitzender und stellt somit die Spitze des Vorstands dar. Eine absolut nachvollziehbare Entscheidung der Mitglieder.

Ihm nachfolgend wurde Manuel Barth zum 2. Vorsitzenden der des elfköpfigen Vorstands gewählt.

Lars und Manuel stellen auch bereits im Personalrat der Berliner Feuerwehr eine überzeugende Doppelspitze dar.

Ihre Gespräche im wöchentlichen „Wiegend“, dem internen Podcast des Personalrats der Berliner Feuerwehr und dem 14-tägigen Gewerkschaftspodcast „KLARTEXT“, gemeinsam mit Robert Vetter, zeigen neue Wege, mit Mitgliedern und Interessierten in Kontakt zu treten. Vielleicht setzen wir auch neue Maßstäbe als einzige Fachgewerkschaft der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr.

Der gesamte neue Vorstand stellt sich auf der Seite des Landesverbands Berlin-Brandenburg vor.

Große Themen für die Gewerkschaft wurden neben vielen kleineren diskutiert

Lösungen zur Lebensarbeitszeit und Belastung im Rettungsdienst sind die Schwergewichte unter den Aufgaben, denen wir uns stellen müssen.

Weiter gilt es auch in der Breite aktiver zu werden und die Arbeit in Brandenburg zu intensivieren. Mit euch. Für euch.

Den Abschluss der Versammlung und der Wahlen haben wir natürlich gebührend bei Bier und Bratwurst an einem lauen Sommerabend gefeiert.

Nur noch ein RTW

Nur noch ein Rettungswagen für ganz Berlin

Am 04. Mai, aber auch gestern am 4. Juni, konnte man einen Tweet durch den Journalisten Axel Lier mit folgendem Inhalt sehen und lesen:

„Nur noch ein RTW …“

In einer durch die Gewerkschaften im letzten Jahr gegründeten und dem damaligen Innensenator Geisel initiierten Task-Force, wurden die Probleme aus unserer Sicht deutlich beschrieben.

„Wir haben den Eindruck gewonnen, dass nicht zugehört, sondern eher ausgehalten wurde, denn im Punkt Rettungsdienst und seiner Organisation ist keine Verbesserung in Sicht…“, äußert sich der Landesverbandvorsitzende der DFeuG Berlin-Brandenburg, Lars Wieg, verärgert und nennt Beispiele, wie: „Aufgrund fehlender interdisziplinärer Anlaufstellen, ist der Notfallrettungsdienst immer noch Ausputzer gesundheitspolitischer Irrläufer. Uns fehlt der erkennbare Wille der Behördenleitung, in Engpässen die Ressource Rettungswagen situationsgerecht einzusetzen. Die Feuerwehr ruft den Ausnahmezustand aus, unternimmt aber nichts, um diesen abzuwenden.“

„Nur noch ein RTW…“

Können wir es uns leisten, im AZ beispielsweise ein seit Tagen schmerzendes Knie mit einem Rettungswagen zu begutachten? „Hätten Sie dafür Verständnis, wenn Sie 20 Minuten auf die Rettung warten müssten, während Sie kaum Luft bekommen?“ ist die unbeantwortete Frage des Vorsitzenden Lars Wieg.

„Nur noch ein RTW…“

Zu welchen Kleinigkeiten der Rettungsdienst gerufen und aber auch entsendet wird, ist ein faktischer Zustand. Das liegt schon lange auf dem Tisch. Wo ist der Wille seitens der Behördenleitung ernsthaft nachhaltig zu reagieren? Wir erkennen ihn nicht!

Es ist kein „ernsthafter Wille“, wenn man bereit ist, den Brandschutz der Stadt zu vernachlässigen oder gar komplett preiszugeben, nur um weitere Bagatellen mit teurer Technik und hochqualifiziertem Personal aus der Notfallrettung zu versorgen.

Es fehlen die Netzwerke, um die kleinen medizinischen Belange, die keine Notfälle sind, abzugeben. Es mangelt unter anderem an Akutpflege, psychosozialer Soforthilfe, Notdienstpraxen, leistungsfähigen Hausbesuchsdiensten und eben an dem Willen entsprechend zu unterscheiden. Die Regelantwort lautet: Wir schicken einen RTW.

Die Mitarbeiter sind in Anbetracht des täglichen Drucks und dem Wissen ihrer ureigenen Aufgabe wenig gerecht werden zu können, völlig am Ende. Physisch und psychisch.

Senat von Berlin und Berliner Feuerwehr. Es ist an IHNEN

Notwendige Veränderungen, um die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr zu stärken

Sehr geehrte Damen und Herren,

die als „kritische Infrastruktur“ eingestufte nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr ist funktionsfähig, wenn Personal die notwendigen Aufgaben erfüllt. Ohne Personal funktioniert in diesem Tätigkeitsfeld nichts. Damit eine Tätigkeit in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr auch zukünftig attraktiv sein kann, sind Veränderungen (Anpassungen) nötig.

Aus Sicht des Vorsitzenden der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) sollten drei Änderungen jetzt schnell umgesetzt werden:

1. Einführung von neutralem Rechtsbeistand, bei Verfahren zur Überprüfung von Extremismus:

Unsere Bundesinnenministerin, Frau Nancy Faeser hat angekündigt den Kampf gegen Extremisten in den Reihen des öffentlichen Dienstes zu verstärken. Verfassungsfeinde sollen zukünftig schneller aus dem Dienst entfernt werden können. Dies unterstütze ich und die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) ausdrücklich! Menschen, die sich in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr engagieren, sind Menschen die Hilfe leisten. Hilfe am Menschen und oft in allergrößter Not. Dabei ist die Herkunft völlig unrelevant, es ist egal wie Menschen aussehen oder was sie z. B. glauben. Wer hier eine andere Einstellung hat, für den ist diese Tätigkeit falsch!

Trotzdem birgt diese Ankündigung eine Gefahr:
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass mit einem zukünftig schnellen Entfernen von, möglichen, Verfassungsfeinden, unliebsame Mitarbeiter*innen elegant entsorgt werden. Wir können nicht zulassen, dass z. B. alte Rechnungen, über ein vereinfachtes Verfahren zum Ausschluss aus dem Dienst, „beglichen“ werden. Aus diesem Grund ist es notwendig hier Vertrauen schaffende Vorkehrungen zu treffen. Solche, beschleunigte und vereinfachte, Verfahren dürfen nicht an den Standorten, im eigenen Beritt, entschieden werden. Dies muss neutral und unabhängig erfolgen. Es muss „beschuldigten“ Mitarbeiter*innen vereinfacht und standardmäßig ein unabhängiger Rechtsbeistand (Ombudspersonen?!?) zur Verfügung stehen.

2. Die sofortige und rückwirkende Überprüfung und Anpassung der amtsangemessenen Alimentation:

Deutschlandweit sind die Regelungen zur Alimentation von Beamt*innen, im Zuge des Föderalismus, auch auf die Bundesländer delegiert. Unterschiede in der Besoldung, für gleiche Arbeit, sind deutlich über Ländergrenzen erkennbar. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass hinterfragt und rechtlich überprüft wird, ob die gesetzlich geforderte amtsangemessene Alimentation eingehalten wird.
Der öffentliche Dienst steht schon heute in einem Wettkampf mit der Privatwirtschaft. Beide Systeme werben und „kämpfen“ um die „besten“ Mitarbeiter*innen. Wenn es der öffentliche Dienst nicht schafft die rechtlich verbriefte amtsangemessene Alimentation erkennbar herzustellen, dann ist auch die notwendige Attraktivität zukünftig nicht erkennbar. Dieser sperrige Begriff soll, entsprechend der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der mit dem Amt verbundenen Verantwortung, einen angemessenen familiären Unterhalt gewährleisten. Ohne einer bundesweit gültigen und überwachten Einhaltung der amtsangemessenen Alimentation, wird der mit dem Amt verbundenen Verantwortung nicht flächendeckend Rechnung getragen. Kolleg*innen erwarten, dass durch die Regierungsparteien jetzt die Umsetzung und rückwirkend greifende Anpassung der Alimentation schnellstmöglich zur Anwendung kommt. Da die Anpassung der Alimentation und die Lebenshaltungskosten mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten voranschreiten, muss der Staat hier deutlicher für seine Beamt*innen eintreten.

3. Schaffung von Möglichkeiten für Zulagen (Pensionswirksam) zur Attraktivitätssteigerung:

Zusätzlich wäre es aus heutiger Sicht empfehlenswert, dass auf Länder und Kommunaler Ebene, Möglichkeiten geschaffen werden, auf besondere Notwendigkeiten finanziell „reagieren“ zu können. In besonders teuren oder Struktur schwachen Gegenden wird es zukünftig noch schwieriger werden notwendiges Kommunales Personal (Spezialisten, z. b. in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr) zu finden.Finanzielle Anreize (Zulagen die Ruhegehaltsfähig sind), müssen Einzug in die Gestaltungsmöglichkeiten der kommunalen Arbeitgeber finden. Jetzt schon vorhandene Ungleichbehandlungen, wie Ruhegehaltsfähigkeiten und Nicht-Ruhegehaltsfähigkeiten von z. B. Feuerwehrzulagen, müssen geheilt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Siegfried Maier
Bundesvorsitzender
Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft

Rettungsdienstumfrage NRW

Hallo zusammen,

der Landesverband NRW macht vom 01.06.2022-31.08.2022 eine Umfrage zum Thema Rettungsdienst.
Seit langen war dies ein Wunsch der Mitglieder, welchem die Kollegen der AG Rettungsdienst NRW in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern nach unserer letzten Landesverbandssitzung nachgekommen sind.

Unter dem Link findet man die Umfrage https://forms.office.com/r/M4qpUKsxt2 .

Falls weitere Landesgruppen diese Umfrage für ihr Bundesland nutzen möchten, gibt es diese Möglichkeit auch, dazu bitte an d.philipp@dfeug.de wenden.

Mit gewerkschaftlichem Gruß

Andreas Jedamzik
stellv. Landesgruppenvorsitzender NRW

Einladung zum Mitgliederabend im Rahmen der Interschutz 2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Nach langer Zeit, in der wir kaum zu persönlichen Treffen zusammenkommen konnten, wollen wir im Rahmen der Interschutz 2022 in Hannover den Neustart beginnen. Nicht nur in der Präsentation auf einer Messe, sondern auch den Neustart für den Landesverband Niedersachsen. Wir haben, neben den täglichen Gesprächsmöglichkeiten auf der Messe, extra für die interessierten Mitglieder in Niedersachsen zwei Abende auf der Messe geplant. An diesen Abenden wollen wir mit euch ins Gespräch kommen und einen Fahrplan für den Neustart des Landesverbandes Niedersachsen in der DFeuG besprechen.

Wenn ihr also Interesse an der Mitgestaltung oder Mitarbeit habt, wenn ihr Fragen habt, wie es weitergehen kann, dann meldet euch gerne für einen oder beide Abende an:

Wann:     20.06.2022 und 24.06.2022 nach Messeschluss
Wo:          Auf der Interschutz, Halle 13 Stand C40
Wer:        Alle Mitglieder und Interessenten im Land Niedersachsen

Anmeldungen bitte mit kurzer E-Mail an info@dfeug.de, ihr bekommt dann die Einladung per Mail zugesendet.

Ich freue mich darauf mit Euch ins Gespräch zu kommen!

Mit gewerkschaftlichen Grüßen

Robert Pohl

Vorsitzender Regionalverband Küste
Landesverbandsvorsitzender Schleswig-Holstein
Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft

Verlängerung der Lebensarbeitszeit

Wir verstehen im Grundsatz die Angleichung Lebensarbeitszeit für die Beamtinnen und Beamten an die der Tarifbeschäftigten

… aber wir haben kein Verständnis für die immer gleichlautenden Forderungen der Politik“, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der DFeuG Lars Wieg.

Es ist nicht mehr vermittelbar, dass Kolleginnen und Kollegen bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst mit 60 Jahren oder darüber hinaus den stetig wachsenden Anforderungen des Einsatzdienstes im Schichtbetrieb gerecht werden sollen, da sie es schlicht nicht können.

„Möchten Sie guten Gewissens das Leben ihrer Liebsten, sei es im Brandfall oder einer lebensbedrohenden medizinischen Situation, einem Beschäftigten der Notfallrettung anvertrauen, der deutlich über 60 ist? Nicht, dass es sich nicht um wertvolle und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handelt. Aber was die Politik erwartet ist, dass er oder sie mit Atemschutz durchs verqualmte Haus robbt, oder er oder sie auch morgens um zwei die Kraft hat, nach Versorgung des Patienten die Krankentrage auch noch 3 Stockwerke durchs Treppenhaus zu jonglieren“, untermauert Lars Wieg, zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender der DFeuG, seine klaren Bedenken.

Wir fordern hier ein Umdenken. Modelle, die in anderen Ländern schon Anwendung finden, sollten geprüft werden. Wir sind für eine Begrenzung der Dienstzeit im Einsatzdienst von 25 Jahren.
Mehr als 500 Kolleginnen und Kollegen der Berliner Feuerwehr sind nur eingeschränkt diensttauglich.
Aufgrund der physischen und psychischen Belastungen, die die Tätigkeit mit sich bringt, aber auch aufgrund verbesserungswürdiger Gesundheitsvorsorge, ist ein großer Teil der Einsatzdienstkräfte nicht mehr in der Lage ihre ursprünglichen Aufgaben wahrnehmen.

Eine Dienstzeitbegrenzung von 25 Dienstjahren könnte eine Möglichkeit darstellen, zukünftig auf die gesundheitlichen Herausforderungen des Einsatzdienstes zu reagieren. Natürlich braucht es eine „Anschlussverwendung“, eine weiterführende Tätigkeit in der Ausbildung der landesweiten Verwaltung.

ITW nagelneu und nicht zu gebrauchen?

der neu angeschaffte IntensivTransportWagen (ITW) der Berliner Feuerwehr riecht noch nach Autohaus, ausgestattet mit beneidenswerter Technik, dafür „geboren“, um Patienten von Krankenhaus zu Krankenhaus zu verlegen. Für Menschen, die so schwer krank sind, dass ein normaler Rettungswagen nicht mehr ausreicht. Für Menschen, die z.B. an der ECMO (ein externes Herz und Lunge) hängen und in Kliniken mit speziellen Fachrichtungen gebracht werden müssen.

Einsätze, wie wir sie immer mehr und mehr erleben, nicht zuletzt auch ein Ergebnis der Spezialisierungen der Krankenhäuser. Nur noch selten ist jede Fachrichtung an einem Standort.
Fast jeden Tag ruft die Berliner Feuerwehr den Ausnahmezustand Rettungsdienst aus und muss auch in diesen Zeiten jene Patienten Notverlegen, denen es am schlechtesten geht.

Neben den wenigen ITW der Hilfsorganisationen werden Verlegungen durch einen Rettungswagen (RTW) und ein begleitendes Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) durchgeführt.
Wenn wir etwas zu wenig haben, dann Rettungswagen. Daher hat sich die Berliner Feuerwehr dem wachsenden Bedarf angepasst und einen eigenen ITW gekauft, der in den letzten Tagen des März dem Einsatzdienst übergeben wurde. Soweit so gut.

Der Steuerzahler hat schon geleistet
Gute 500.000 Euro hat der Kreuzer gekostet, nicht wenig hat man auch in Aus- und Fortbildung gesteckt. Mit geschlossenem Haar und geschnürten Schuhen steht man da, um dieses Fahrzeug seiner Aufgabe zu übergeben.
Doch man hat die Rechnung ohne den Verwaltungsapparat gemacht. Feuerwehrbenutzungsgebührenordnung heißt das bürokratische Ungetüm, in dem die Abrechnung eines Feuerwehr ITW nicht vorgesehen ist. Da steht zwar drin, was für Kosten zur Prüfung eines Sprungtuches (wo auch immer das noch Verwendung finden mag) entstehen bzw. berechnet werden dürfen, aber von ITW, nein von ITW ist hier nirgends die Rede.

Wer jetzt denkt: dann nehmt das doch einfach mit auf in diese Feuerwehrbenutzungsgebührenordnung oder rechnet das Fahrzeug als Notarztwagen ab, ist leider zu pragmatisch veranlagt und sieht sich einem „so geht das aber nicht“ gegenüber.
Der Beirat muss angerufen, eine Sitzung vereinbart werden…unter 6 Monaten ist da nix zu machen, und außerdem….

Das notärztliche Flaggschiff steht nun in einer Fahrzeughalle und fristet ein unerfülltes Dasein mit der Befürchtung, dass es schon ein erstes ’mal zum TÜV muss, ohne einen Patienten je gesehen zu haben.

DFeuG-Bundesvorsitzender empfiehlt Aussetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht

Als Bundesvorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft stelle ich mir momentan folgende Fragen: Ist die einrichtungsbezogene Impfpflicht mit den jetzigen Erkenntnissen noch richtig? Muss diese Impfpflicht fü r einen Teil der Bevölkerung nach der Neubewertung durch die Politik ausgesetzt werden? Lange haben wir auf die schwierige Situation reagiert und notwendige Schutzmaßnahmen gerne umgesetzt. Im Feuerwehrdienst wird die Lage regelmäßige neubewertet, um auf entsprechende Veränderungen reagieren zu können. Ziel ist es, die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zum Einsatz zu bringen. Zusätzlich muss die Verhältnismäßigkeit bei allen Einsatzmaßnahmen stimmen. Eine Maßnahme, die die erhoffte Wirkung nicht erreicht, wird hinterfragt und gegebenenfalls ausgesetzt. Dieses Vorgehen ist jetzt notwendig, um auf die neuen Erkenntnisse mit der gebotenen Verhältnismäßigkeit reagieren zu können. Da die Covid-Impfung nach Bewertung durch die Politik keine Maßnahme mehr ist, um als Fremdschutz zu wirken, kann sie jetzt ausgesetzt werden. Es ist Zeit für andere wirksame Maßnahmen.

Pflegebonus auch für uns!

Während der Corona-Pandemie haben die Pflegekräfte Herausragendes geleistet. Zur Anerkennung dieser besonderen Kraftanstrengung verständigten sich die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag darauf, eine Milliarde Euro bereitzustellen. Am 22.02.2022 hat das Gesundheitsministerium dazu ein Eckpunktpapier vorgestellt. Darin wird formuliert, dass der Betrag jeweils zur Hälfte an Pflegekräfte in Krankenhäusern sowie in Pflegeeinrichtungen gehen soll. Die AG Rettungsdienst der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft appelliert an die Politik, dass auch das stark belastete Rettungsdienstpersonal für die geleistete und harte Arbeit unter mehr als erschwerten Bedingungen angemessen gewürdigt wird.

Zur Begründung: Das Rettungsdienstpersonal ist das Bindeglied zwischen den Patient*innen und den Krankenhäusern sowie Pflegeeinrichtungen. Es ist nicht nachvollziehbar, wie der Rettungsdienst erneut von der Politik vergessen werden konnte – trotz erhöhtem Eigenrisiko und Betreuungsaufwand der Patient*innen, der geltenden Hygienemaßnahmen, zusätzlicher Aufgaben sowie der psychischen und physischen Mehrbelastung durch die Pandemie. Die Kolleg*innen des Rettungsdienstes arbeiten seit Beginn der Pandemie am Limit. Dennoch geben sie jeden Tag ihr Bestes, um Menschenleben zu retten und diese einer weiter Versorgung durch Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen zu zuführen.