BASF-SpendenuebergabeAm 8. Februar 2017 erfolgte die offizielle Spendenübergabe an die Kollegen der Werkfeuerwehr BASF in Ludwigshafen. Vor Ort wurde der Scheck an die betroffene Wachabteilung übergeben.

Die DFeuG (Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft) und der BvFw (Berufsverband Feuerwehr) hatten, nach der tragischen Explosion auf dem Werksgelände, bei der mehrere Kollegen getötet und viele zum Teil schwer verletzt wurden, zu dieser bundesweiten Spendenaktion aufgerufen.


„Dieses dramatische Ereignis am 17. Oktober 2016, erschütterte Feuerwehr-Deutschland und führte vielen Kolleginnen und Kollegen, sowie Kameradinnen und Kameraden, vor Augen, dass wir manchmal unser Leben, aber häufig unsere Gesundheit, selbstlos auf Spiel setzen“, so Tobias Thiele, Pressesprecher der DFeuG.

Wir möchten uns noch einmal bei allen Kolleginnen und Kollegen, auch im Namen der betroffenen Wachabteilung der Werkfeuerwehr BASF, für die überwältigende Spendenbereitschaft bedanken.


Es zeigt, dass unser Berufsstand etwas Besonderes ist. Einen solchen Zusammenhalt und solche Solidarität zwischen den Kolleginnen und Kollegen findet man sonst in keinem anderen Berufsstand mehr.

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NDR Fernsehberich 31.01.17t

Bei den Übergriffen auf Rettungskräfte gibt es laut einer Studie eine überraschend hohe Dunkelziffer. Viele Vorfälle werden wegen des hohen Aufwands nicht zur Anzeige gebracht.

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DFeuG RespektDeutsche Feuerwehr-Gewerkschaft und Berufsverband Feuerwehr fordern sofortige Maßnahmen

Eine kürzlich veröffentlichte Dissertation von Frau Dr. Janina Lara Dressler, die sich mit Angriffen auf Rettungskräfte von Feuerwehren in den Metropolregionen Hamburg, Berlin, Köln und München befasst, liefert erstmalig belegbare Zahlen, die das Ausmaß von Gewalt gegen Retter aufzeigt.

Hierzu wurden 1500 Feuerwehrfrauen und -männer befragt, die von rund 4300 Straftaten berichten konnten. Beleidigungen und Bespucken, als vermeintlich harmlose Erscheinungen in diesem Zusammenhang, wurden hierbei erst gar nicht betrachtet.

So heißt es in der angeführten Studie, dass bei den befragten Feuerwehrleuten in Hamburg und Berlin jede Kollegin bzw. jeder Kollege ca. 3,3 mal, in Köln ca. 2,7 und selbst in München ca. 1,8 mal im Jahr angegriffen wurde.

Diese Zahlen kann man nicht einfach auf die ca. 30.000 hauptamtlichen Feuerwehrleute in Deutschland hochrechnen, aber sie können durchaus als Anhaltspunkt für die eigene Sicherheitslage der Rettungskräfte dienen.

Auch zeigt sich, dass nur ein kleiner Teil, nämlich nur rund 18 Prozent der Einsatzkräfte, gut vorbereitet in den Einsatz geschickt werden. In vorbeugenden Maßnahmen, wie Deeskalation und Selbstverteidigung, sind leider die wenigsten Kolleginnen und Kollegen geschult.

Insgesamt zeigt sich, das knapp 80 Prozent der Befragten Feuerwehrleute das Gefühl haben, die körperliche Gewalt gegen Rettungskräfte nehme zu.

Jetzt ist die Politik, und vor allem die Dienstherren in Bund, Ländern und Kommunen gefragt, und müssen sich ihrer Verantwortung stellen. Jeder Angriff auf eine Einsatzkraft, gleich welcher Art, ist auch ein Angriff auf den Staat.

Deshalb fordern die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft und der Berufsverband Feuerwehr:
    •    Eine standardisierte Datenerfassung und Auswertung der Übergriffe 

    •    Der Dienstherr muss bei bekannt werden einer Straftat zwingend Anzeige erstatten 

    •    Die Staatsanwaltschaft muss konsequent gegen die Täter vorgehen 

    •    Bundeseinheitliche und flächendeckende Ausbildung der Rettungskräfte in: 
- Deeskalation
- Selbstverteidigung 


- Eigenschutz bei Amok- u. Terrorlagen
• Der Dienstherr muss den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit eines passiven Eigenschutzes, durch Stich- und Ballistik-Westen, bereitstellen.

 

Für Rückfragen zu dieser Presseerklärung wenden Sie sich bitte an:


für die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft - DFeuG


Tobias Thiele, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0171- 3033440


Swen Kalowsky, stellv. Bundesvorsitzender, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
 0163- 4513068


für den Berufsverband Feuerwehr – BvFw

Daniel Dahlke, stellv. Vorsitzender, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0176 49872563

 

Die Studie kann unter der ISBN 978-3-643-13681-7 oder zum Beispiel hier erworben werden.

 

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logo BV DFeuG

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) und der Berufsverband Feuerwehr (BvFw) planen den Zusammenschluss.
Zukünftig werden die Interessen der Kolleginnen und Kollegen von Berufs- und Werkfeuerwehren, des Rettungsdienstes und der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr unter dem Dach der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft vertreten.

Mit dem Zusammenschluss wird die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft die mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr.

„Immer an der Basis“

Getreu diesem Motto ist der Zusammenschluss nicht nur zeitgemäß und zukunftsorientiert, sondern vielmehr die logische Konsequenz der jahrelangen Arbeit von Feuerwehrleuten für Feuerwehrleute an den einzelnen Standorten.

So geeint können wir für die Durchsetzung unserer gemeinsamen Interessen gestärkt den öffentlichen und privaten Arbeitgebern sowie der Politik gegenübertreten.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Deutsche Feuerwehr- Gewerkschaft DFeuG
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel: 0212 64 56 48 55

gez. Ingo Schäfer Bundesvorsitzender DFeuG und Olaf Reichelt Vorsitzender BvFw

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Wie die Medien berichten, verlief der Jahreswechsel diesmal bundesweit fast ohne größere Zwischenfälle.
Dies war sicherlich auch der starken Polizeipräsenz in den Städten zu verdanken.
Die Androhung strikten Eingreifens der Sicherheitskräfte trug ebenfalls dazu bei.

Rettungskräfte durch Übergriffe verletzt und massiv behindert

Leider muss die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft dennoch von Übergriffen auf Feuerwehr und Rettungsdienste berichten.
Der dramatischste Fall ereignete sich in Thiede, einem Stadtteil von Salzgitter, in Niedersachsen. Partygäste eines Gasthauses feierten den Jahreswechsel ausgerechnet in der Zufahrt des Feuerwehrhauses bis die Feuerwehr ausrücken musste. Die Einsatzkräfte wurden massiv am Ausrücken gehindert und mit Böllern beworfen. Der Versuch, die Partygäste davon abzuhalten, endet in einer wilden Prügelei mit Schlägen und Tritten
gegen die Retter, auch als diese bereits am Boden lagen. Es fielen Äußerungen wie „der lebt ja noch“! Traurige Bilanz hier: zwei Feuerwehrleute mussten stationär im Krankenhaus aufgenommen werden, mit Knochenbrüchen und ausgeschlagenen Zähnen. Die Polizei ermittelt.

In Duisburg, beispielsweise, wurden Böller in einen Rettungswagen geworfen, ein Kollege dadurch verletzt. Er musste in einer Klinik behandelt werden, das Fahrzeug wurde beschädigt.
Im saarländischen Völklingen wurde die Feuerwehr durch eine Gruppe Jugendlicher am Ausrücken gehindert – die Polizei musste eingreifen und Platzverweise erteilen.
In Sulzbach / Saar wurde in einer Arrestzelle der Polizei eine Matratze vorsätzlich in Brand gesetzt. Glücklicherweise wurde hier niemand verletzt.
Aus einer Gruppe von fast 1.000 Personen wurden in Dortmund gezielt Böller auf Polizisten und in die Menschenmenge geworfen.
Vermutlich vorsätzlich wurden zum Jahreswechsel 2016/2017 Raketen auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr Augsburg abgefeuert. Ein Kollege des Brandsicherheitsdienstes der Party am Kongress am Park wurde durch eine Silvesterrakete am Hinterkopf und Auge verletzt. Auch im Rhein Main Gebiet- im Hochtaunuskreis- wurde ein RTW auf der Fahrt zur Einsatzstelle mit Böllern und Raketen beschossen.

Kampagne soll Aufmerksamkeit wecken

Pünktlich zum Jahreswechsel startete die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft mit Ihrer aktuellen Kampagne „Respekt? Ja – Bitte!“.
Mit Unterstützung der Politik soll auf die zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte und Polizei aufmerksam gemacht werden.

Ingo Schäfer, Vorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, zeigt sich schockiert: „Gewalt gegen Rettungskräfte ist absolut unhaltbar. Wir leisten unseren Dienst zum Wohle der Gesellschaft und konkret für Menschen die unsere Hilfe benötigen. Wer die Rettungskräfte am Ausrücken hindert schadet aktiv Hilfesuchenden. Gegen diese Täter muss konsequent vorgegangen werden. Wenn, wie in Thiede, sogar ehrenamtliche Retter angegriffen und krankenhausreif geprügelt werden, ist es nicht verwunderlich dass unsere Freiwilligen Feuerwehren keinen Nachwuchs finden“.

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