Wenn Gewerkschaften streiken und dafür von anderen Gewerkschaften kritisiert werden, müssen wir für uns feststellen, dass in unserem Land, in dem die Grundrechte des Einzelnen und die uneingeschränkte Demokratie die höchst angesiedelte Werte sind, irgendetwas nicht stimmt.

Das von der Bundesregierung, den Arbeitgeberverbänden und dem Deutschen Gewerkschafts-Bund (DGB) initiierte Tarifeinheitsgesetz soll die Gewerkschaften gleichschalten, damit diese ihre individuellen Ansprüche nicht mehr gegenüber den Arbeitgebern geltend machen können.

Das Ergebnis aktuell ist, dass Bundesregierung und DGB fachübergreifend die Gewerkschaften gegeneinander ausspielen und durch ihre bundesweite Medienkampagne versuchen, die Bevölkerung durch unsachliche Argumentationen gegen Gewerkschaften, die im Rahmen der ihnen durch das Grundgesetz verliehenen Rechte agieren, aufzuwiegeln.

Zur Verdeutlichung:
In den Medien wird der aktuelle, von einem Gericht als rechtmäßig befundene Streik der GDL bis ins kleinste Detail thematisiert und kritisiert, hingegen wurden die über ganz Deutschland verteilten knapp 54 Streiktage der Gewerkschaft ver.di. nur am Rande erwähnt. Ver.di schließt Kita’s, sorgt für die Nichtbearbeitung von behördlichen Anträgen, verhindert das Auffüllen von Geldautomaten, legt den Nahverkehr in kompletten Regionen lahm oder sorgt dafür, dass Pakete und Briefe nicht ausgeliefert werden, Flugzeuge nicht abheben können etc. Sind die Auswirkungen dieser Streikmaßnahmen in den Augen der Medien weniger belastend für die Bevölkerung als Zugverspätungen und Zugausfälle? Anstatt die Bevölkerung über die Beweggründe der GDL sachlich und korrekt zu informieren, degradieren sich die Medien zum Sprachrohr der Befürworter des Tarifeinheitsgesetzes.

Die großen DGB-Gewerkschaften vergessen, wofür sie ursprünglich in den Ring gestiegen sind, nämlich, um für die Rechte der Arbeitnehmer einzutreten. Ziel einer jeden Gewerkschaft sollte es sein, dort, wo Solidarität gewünscht ist, das Beste zu geben und die Arbeitnehmer bei der Durchsetzung Ihrer berechtigten Forderungen zu unterstützen.

In den nächsten Wochen will die Bundesregierung mit der Verabschiedung des Tarifeinheitsgesetzes an den Grundfesten unserer Demokratie, an unserem Grundgesetz, rütteln und es so verbiegen, wie es unsere gewählten Volksvertreter, die Lobbyisten und die Arbeitgeberverbände gerade brauchen. Von einer CDU geführten Regierung kann man vielleicht nichts anderes erwarten, dass jedoch auch die SPD - mit Ihrer Arbeitsministerin Frau Nahles - die treibende Kraft ist, macht uns als Gewerkschaftler erschrocken.

Dass die Volksparteien erheblich an Ansehen und Achtung in der Bevölkerung verloren haben, konnte man zuletzt sehr deutlich an der Wahlbeteiligung in Bremen erkennen.

Wir sehen die Gefahr, dass den Gewerkschaften das Gleiche passiert, wenn die Gewerkschaften aufeinander losgehen, anstatt den Schulterschluss zu suchen. Wir müssen uns nicht wundern, dass unsere Kolleginnen und Kollegen eine Gewerkschaftsverdrossenheit verspüren wie es sie noch nie gegeben hat.

Frau Merkel ist selbst in einem Regime groß geworden, das von Bevormundung, Entmündigung und Planwirtschaft geprägt gewesen war. Trotzdem unterstützt sie und Ihre Partei mit dem Koalitionspartner das große Ziel der Arbeitgeberverbände, der Lobbyisten und der DGB-Gewerkschaftsfunktionäre, möglichst eine Einheitsgewerkschaft (analog dem FDGB) vorzugeben. Eine Schelte für jeden Bürger der ehemaligen DDR, der für seine Freiheit und seine Grundrechte gekämpft hat.

Frau Nahles muss sich selbst kritisch hinterfragen, ob sie in der SPD noch richtig aufgehoben ist. Es gab in der SPD noch nie einen Politiker, der mit einer solchen Vehemenz gegen die Rechte der Arbeitnehmerschaft vorgegangen ist.

Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit den Streikmaßnahmen der GDL unter der Führung von Herrn Claus Weselsky und kritisieren die einseitige mediale Berichterstattung. Denn hier geht es nicht nur um finanzielle Forderungen oder um die Verbesserung von Arbeitsbedingungen,
sondern auch um den Erhalt unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Hierfür ist die GDL bereit, sich der Kritik und der teilweisen Wut der gesamten Bevölkerung zu stellen.

Wir als Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) werden nach unseren Möglichkeiten die zukünftigen Streikmaßnahmen der GDL unterstützen. Denn es geht nicht nur um die Existenz von Fachgewerkschaften sondern auch um die Grundrechte aller Bundesbürger/innen.

 

Pressemitteilung als pdf

is15 Logo date colAm 08. Juni 2015 öffnet die Interschutz ihre Tore.

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft ist selbstverständlich bei dieser "Weltleitmesse" für  die Bereiche Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschschutz auch dabei.

Gerne treffen wir Sie zu einem freundlichen Informationsgespräch oder beantworten Ihre Fragen an unserem

Messestand in der Halle 25, Stand G03.

Fachleute aus den Landesgruppen oder aus dem Bundesvorstand stehen Ihnen gerne Rede und Antwort aus dem Bereich der Gewerkschaftsarbeit.

Mitglieder der DFeuG erhalten nach Vorlage des Mitgliedsausweises ein hochwertiges Präsent.

 

Interschutz 2015

Landesgruppe BremenNach einer Vorbereitungszeit von nur wenigen Monaten, haben am 18. Februar 2015 die DFeuG Mitglieder aus Bremen in einer Mitgliederversammlung ihre eigene Landesgruppe gegründet.
Wir gratulieren dem 1. Vorsitzenden Axel Seemann und seinem Vorstand für das Vertrauen der Bremer Feuerwehrleute und wünschen viel Erfolg für die kommende vierjährige Amtszeit.

Bevor es zu der Wahl kam, erläuterten Axel Seemann und Jens Völtz von der Bremer Feuerwehr noch einmal die, von der Belegschaft angemahnten Probleme in der Hansestadt. Gleich wurden auch Ziele vorgegeben, um aufzuzeigen, dass sie den Willen haben der vorherrschenden Unzufriedenheit bei der Bremer Feuerwehr Taten folgen zu lassen.

„Zunächst werden wir der Belegschaft auf den Feuerwachen unsere Vorstellungen schildern", erklärt der mit großer Mehrheit gewählte Vorsitzende Axel Seemann. „Wir müssen die Mitgliederzahlen erhöhen. Das ist wichtig für einen breiten Rückhalt aus der Belegschaft", erläutert Seemann weiter seine Vorstellungen.

Die Ruhegehaltsfähigkeit der Feuerwehrzulage oder die personelle Anpassung der Bremer Feuerwehr an die Schutzzieldefinition der AGBF, sollen genauso Ziele sein, wie die Kandidatur zur nächsten Personalratswahl. Diesen Auftrag nahm der neu gewählte Vorstand aus der Mitgliederversammlung mit.

Axel Seemann bekräftigt nochmal sein Vorhaben: „Wir wollen nicht drohen oder hetzen, sondern mit unserer Arbeit überzeugen!"

Bernd Bunge wurde zum stellv. Vorsitzenden gewählt. Sebastian Weißhaar, Jens Völtz, Sven Richter, Mathias Wesemann und Tim Cordes gehören genauso dem Vorstand der Landesgruppe Bremen an, wie die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Carina Nienstedt.

Wir heißen die Feuerwehrleute aus Bremen in unseren Reihen herzlich willkommen und wünschen der DFeuG-Landesgruppe Bremen viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Ziele.

Der Bundesvorstand der DFeuG

als pdf

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft ist der Zusammenschluss der Beamten/innen und Tarifbeschäftigten bei Berufsfeuerwehren, in den Leitstellen, hauptamtlichen Feuerwehren, Werk- und Flughafenfeuerwehren, Tarifbeschäftigten im Rettungsdienst sowie Tarifbeschäftigten von Zeit-, Leiharbeitsfirmen, die ihren Dienst bei /für Feuerwehren oder im Brandschutz versehen, einschließlich ihrer Anwärter und Auszubildenden im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Nach unserer Ansicht ist der Entwurf des Tarifeinheitsgesetzes in der vorgelegten Form nicht geeignet die Funktionstauglichkeit der Tarifautonomie zu sichern. Denn bereits aus der Wortwahl „Tarifeinheit“ wird deutlich, dass es nicht um den Erhalt der Tarifautonomie an sich geht sondern vielmehr um eine Gleichschaltung aller Beschäftigten einer Berufsgruppe.

Nicht die Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie kann durch Tarifkollisionen beeinträchtigt werden, sondern allenfalls die Funktionsfähigkeit eines Betriebes bzw. die Funktionsfähigkeit der Daseinsvorsorge. Dies ist ein himmelweiter Unterschied. Denn die Tarifkollision ist ja gerade das Ergebnis der Tarifautonomie und verlangt nach einem Kompromiss der verantwortlich handelnden Personen.

Der Gesetzgeber gibt vor, mit dem Tarifeinheitsgesetz einen gesetzlichen Rahmen schaffen zu wollen, „innerhalb dessen die Koalitionen die Arbeits- und Wirtschaftbedingungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sinnvoll ordnen können“. Es soll vermieden werden, dass für dieselbe Beschäftigungsgruppe unterschiedliche Tarifverträge konkurrierender Gewerkschaften gleichzeitig zur Anwendung gelangen (Tarifkollision).

An dieser Stelle ist doch zu fragen, wie es überhaupt zu dieser Problematik kommen konnte. Hat doch die Konzentration zu großen Gewerkschaften dazu geführt, dass sich Beschäftigte einer nur kleinen Berufsgruppe von „ihrer“ Gewerkschaft nicht mehr „richtig„ vertreten fühlten und fühlen, weil sie in der großen Menge nicht auffallen und nicht zur Verhandlungsmasse gehören.

Weiterlesen: Stellungnahme der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur...

FEL PuckIm Rahmen der Feuerwehr Eishockey Liga (FEL) Begegnung zwischen den Fire Stars Solingen und den Guardians Iserlohn, wurde ein Sponsorenvertrag zwischen den FEL Mannschaften aus Solingen, Iserlohn, Köln und Krefeld und der Deutschen Feuerwehr – Gewerkschaft (DFeuG) unterzeichnet. Neben einer finanziellen Unterstützung wurden 120 Pucks mit dem DFeuG-Logo durch Andreas Herlinghaus (Bundesvorstand) und Frank Henkemeyer (Landesvorstand NRW) übergeben. Im Gegenzug verpflichten sich die Mannschaften, in Ihren Spielankündigungen auf die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft hinzuweisen.

Die FEL erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit und ist in ihrer Art einmalig in Deutschland. Zurzeit bilden fünf Mannschaften die FEL, in der 90% Berufsfeuerwehrleute spielen. Dies soll auch zukünftig so bleiben um den freundschaftlichen und kollegialen Gedanken neben dem Sport aufrecht zu erhalten. Übrigens kommen die restlichen 10% überwiegend aus berufsähnlichen Zweigen wie der Polizei oder dem Krankenhaus mit Notärzten, Krankenschwestern und Krankenpflegern.

Die FEL spielt in ihrer Liga eine einfache Hin- und Rückrunde. In der Saison 2013/14 konnten die Duisburger Devils mit ihrer starken Truppe den FEL-Cup nach Duisburg holen. Zukünftig ist die FEL natürlich nicht abgeneigt andere Teams in einer ähnlichen personellen Konstellation in die FEL aufzunehmen.

Wir wünschen allen Spielen der Feuerwehr Eishockey Liga einen freundschaftlichen, kollegialen und fairen Verlauf.

 

Link zur  FEL Homepage und zur FEL Facebook Seite

FacebookTwitter YouTube