Sehr geehrte Damen und Herren,

als stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) bin ich nach dem Bericht über den Vorfall bei einem Löscheinsatz der Berufsfeuerwehr Gera von Montagabend zutiefst erschüttert und frage mich: Wer schützt uns und unsere Kolleginnen und Kollegen vor solchen Irren? Und wer sind diese Menschen, die diejenigen töten wollen, die für Andere ins Feuer gehen?

Bei diesem Vorfall wurden unter anderem unsere Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr Gera nicht nur in Gefahr gebracht. Man muss hier sogar untersuchen, ob bei diesem Angriff billigend in Kauf genommen wurde, dass Feuerwehrfrauen und -männer sterben. Hat möglicherweise auch eine reale Tötungsabsicht vorgelegen?

Alle Feuerwehrfrauen und -männer kommen, um zu helfen – immer dann, wenn es

besonders gefährlich oder eklig ist oder ein großer Schaden abgewandt werden soll. Wurden diese helfenden Menschen jetzt zur Zielscheibe mit der Absicht, getötet zu werden?

Einen solch gravierenden Angriff auf die Institution Feuerwehr und ihre Einsatzkräfte hat es bisher noch nicht gegeben. Wir alle müssen uns jetzt diese Fragen stellen: Ist dieser Fall ein Dammbruch? Was kommt als Nächstes? Wer schützt uns und unsere Kolleginnen und Kollegen?

Ja, wir brauchen Platz. Wir müssen schnell sein und sind deswegen auch oft laut. Am Einsatzort geht es hektisch zu. Unser Job ist meist nicht einfach.

Aber ist das ein Grund, uns zu hassen?

Beim Löschen von Feuer in einem Gebäude ist das Wasser aus dem Hydranten so etwas wie

unsere Lebensversicherung. Jeder, der einer löschenden Feuerwehreinsatzkraft das Wasser

abdreht, nimmt in Kauf, dass diese Einsatzkraft sterben könnte. Wir dürfen das nicht

schönreden!

Als Feuerwehr-Gewerkschaft haben wir die Aufgabe, die Stimme für unsere Kolleginnen und

Kollegen zu erheben und in diesem Fall ein konsequentes Handeln sowie harte Strafen zu

fordern. Wir erwarten die Unterstützung der Politik. Helfen Sie mit Ihrer Stimme und fordern Sie eine zielstrebige Strafverfolgung! Denn: Egal, ob in Gera, Berlin, Hamburg, Dortmund – unsere Feuerwehrfrauen und -männer sind in ganz Deutschland etwas wert! 

Mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen in Deutschland, hier und heute aber besonders den Einsatzkräften aus Gera. Gut, dass Ihr Euren Job gemacht habt. Ich bin froh, dass bei diesem Angriff keiner von Euch Schaden genommen hat. Vielleicht finden sich bei den nächsten Einsätzen Menschen, die Euch Wasser, Kaffee, oder Tee bringen, statt euch töten zu wollen. 

Hoffentlich gibt es Menschen, die für unsere Einsatz- und Hilfskräfte positive Zeichen setzen wollen, denn diese Frauen und Männer verdienen Respekt und Anerkennung!

 

Siegfried Maier

1. Stellvertretender 

Bundesvorsitzer DFeuG

 

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