Liebe Mitglieder,

zum 01.01.2020 ändern sich in folgenden Bundesländern die Mitgliedsbeiträge:

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • NRW
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen-Anhalt
  • Sachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Die neuen Mitgliedsbeiträge sind auf der Homepage unter Mitgliedsbeiträge einzusehen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Unterstützer und Freunde 

der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, 

Ein Jahreswechsel ist immer etwas Besonderes. Wir haben die Möglichkeit das zurückliegende Jahr zu betrachten und für die kommenden Monate Wünsche und Ziele zu formulieren. 

2019 liegt hinter uns, es ist viel passiert und wenig vorwärts gegangen. 

Innerhalb der DFeuG aber hatten wir Grund zum Feiern! Die Verschmelzung mit dem BV Feuerwehr ist gelungen, eine neue Satzung wurde auf den Weg gebracht. Die DFeuG selbst ist gewachsen und neue Landesgruppen sind gegründet worden. Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen auf Landesebene wurde wahrgenommen und die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft ist in aller Munde. 

Wir haben politische Gespräche geführt, die DFeuG ist immer wieder von der Presse zu aktuellen Feuerwehrthemen befragt worden, es gab Statements durch die DFeuG in verschiedensten Medien und unsere Gewerkschaft hat Kampagnen gestartet. 

Außerhalb der DFeuG, in der Welt der Feuerwehren, war und ist deutlich zu spüren, dass die satzungsgemäßen Ziele unserer Fachgewerkschaft immer noch aktuell sind, dass wir diese weiter verfolgen müssen. 

Das Fördern der Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen für Angehörige der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr muss die nächsten Jahre, neben der rechtlichen Unterstützung unserer Mitglieder, das Ziel Nummer eins bleiben.

Aus vielen Feuerwehrbereichen in Deutschland ist immer öfter zu hören, dass Personalmangel, wie auch Nachwuchsrekrutierung, eine der größten Sorge für die Zukunft ist. 

Vielerorts wird deshalb darüber nachgedacht die Einstellungshürden zu senken, oder das Pensionsalter zu erhöhen. Das Spiel mit dem Feuer bekommt hier ganz eigene, gefährliche Spielregeln! 

Der Beruf Feuerwehr ist besonders. Die Feuerwehr kommt immer dann, wenn es zeitkritisch, ekelig, oder gefährlich ist. Retten, Löschen, Bergen, Schützen - mit diesen Schlagworten verbindet man die Tätigkeit der Feuerwehren. Es wäre fatal, wenn hier Standards gesenkt werden oder das Pensionsalter erhöht würde, nur um nicht zeigen zu müssen, dass die Politik endlich Entscheidungen treffen muss, die die Attraktivität der hauptamtlichen Feuerwehrtätigkeit erhöht. 

Die Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen für Angehörige der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (der Feuerwehren und des Rettungsdienstes) müssen besser gestaltet werden! 

Es muss betrachtet werden, wo es hauptamtliche Feuerwehren gibt, wo sie benötigt werden. Dies ist vorzugsweises in Ballungsräumen mit vielen Einwohnern, oder Bereichen mit hohem Gefahrenpotential. Meist dort wo das Leben teuer ist! Auch wenn es nicht gerne zugegeben wird, einer der entscheidenden Hauptfaktoren für eine Berufswahl ist die Frage nach einer angemessenen Bezahlung, die ein Leben mit Familie ermöglicht. Gute Arbeit, für gutes Geld! 

In den letzten Wochen wurden Mitteilungen und Warnungen der Wirtschaftsverbände veröffentlicht in denen darauf hingewiesen wird, dass es zukünftig an Fachkräften mangelt. Es wird erwartet: Die angebotenen, weil notwendigen, Ausbildungsplätze können nicht besetzt werden. Es fehlen mögliche Bewerber. 

Unsere Nachwuchskräfte sind, im Idealfall handwerklich ausgebildete Menschen, die der körperlichen Herausforderung Feuerwehr gewachsen sind und sich für die Tätigkeit „Helfen in extremen Situationen“ entscheiden. 

Dieser Nachwuchs wird ausbleiben, wenn es keine Verbesserungen geben wird. Es wäre vermessen zu glauben, dass bei immer weniger Fachkräften die Freude an roten Einsatzfahrzeugen der entscheidende Faktor für die Berufswahl sein wird. Die Wirtschaft, das Handwerk, die Bundeswehr, die Hilfsorganisationen, Polizei, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, alle suchen Menschen, die „begeistert“ werden müssen. 

Mögliche Nachwuchskräfte werden zukünftig, mehr als heute, die Wahl haben für welche Tätigkeit, mit welcher Bezahlung, sie sich entscheiden.

Unsere Gespräche mit den Amtsleitungen an den verschiedensten Standorten haben ergeben, dass erkannt wurde wie schwierig die Nachwuchsgewinnung zukünftig sein wird, teils sogar jetzt schon ist. Oftmals sind unsere vorgetragenen Forderungen nach einer finanziellen Aufwertung der Tätigkeit Feuerwehr als die richtige, notwendige Maßnahme bezeichnet worden, allerdings immer mit dem Hinweis, dies sei nicht möglich, da es hierfür noch keine rechtlichen Grundlagen gibt. 

Große Hoffnung haben wir alle in die Veröffentlichung des neuen KGST Gutachtens, zur Stellenbewertung bei den Feuerwehren gelegt. Unsere Erwartungen wurden nicht erfüllt, wir wurden enttäuscht. 

Für die Kolleginnen und Kollegen bis zur Funktion Gruppenführung (weiterhin A9) hat sich in den Bewertungstabellen nichts geändert. 

In diesem Gutachten werden die Punkte neue Bedrohungslagen/Krisenmanagement, neue technische Ausrüstung, Gewalt gegen Einsatzkräfte und die Schwierigkeiten der Personalrekrutierung offen angesprochen, aber ebenso offen wird beschrieben, dass diese Punkte keinen Einfluss auf die Bewertung der Stellen hatten. 

Vielmehr wird darauf verwiesen, dass die Personalbindung und Personalgewinnung unmittelbar durch die Führung beeinflusst wird. D. h. wenn in den Dienststellen gut mit den Mitarbeitern umgegangen wird, dann wird es zukünftig auch keine Personalprobleme geben. Schade, dass man hier um ein Problem herum argumentiert. 

Gruppenführung ist die direkteste Art der Führung, die wir im Bereich Feuerwehr kennen. Deshalb ist es umso unverständlicher, dass diese wichtige Art der Personalbeeinflussung nicht gewürdigt wurde. Es haben sich bei den Kommunen, die die Dienstposteneinwertung bisher schon nach KGST vorgenommen haben, keine Änderungen in der Einwertung der Einsatzdienstfunktionen bis zur Ebene Gruppenführer ergeben. Keine Verbesserung, keine Lösungsversuche, keine Hilfe durch die KGST. Bedingungsloses Kostensparen auf dem Rücken der Einsatzdienstkräfte der Feuerwehren. Dieses veröffentlichte KGST Gutachten wird, aus unserer Sicht, die nächsten Jahre nicht angetastet werden. Somit bleiben die Einwertungen erst einmal eingefroren. 

Aus Sicht einer Gewerkschaft kann es deshalb nur heißen, hier gab es keinen Fortschritt. Eine Chance wurde vertan. Dies bedeutet Stillstand. Hier muss nachgebessert werden! 

Da die neue Einwertung nach KGST kein zufriedenstellendes, praxisnahes, Ergebnis erbracht hat, muss eine Forderung folgen die uns für die Zukunft Wettbewerbsfähig macht: 

 

Schaffen Sie Voraussetzungen, dass in allen Bereichen der Feuerwehren eine Zulage von mindestens € 300,- für alle Bereiche und Gehaltsstufen möglich wird und machen Sie diese ruhegehaltsfähig. 

 

Wir müssen Ihnen diese Zulage wert sein. 

Eine solche Aufwertung der Tätigkeit Feuerwehr ist eine Investition in die Zukunft, in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. 

Um Personalmangel kurzfristig überspielen zu können, gibt es immer wieder Vorschläge das Pensionsalter anzuheben. Für den Bereich Feuerwehr heißt das, dass zukünftig Menschen über 60 Jahre Brandbekämpfung und Menschenrettung durchführen werden. 

Wir wissen heute schon, dass Menschen im normalen Altersgang jedes Jahr, ab dem 30. Lebensjahr, ca. 1% der Muskelmasse verlieren. Manche mehr, manche weniger. 

Das hat zur Folge: Wir alle werden mit den Jahren, körperlich, schwächer. 

Bisher ist man davon ausgegangen, dass man Feuerwehreinsatzdienst bis zum 60. Lebensjahr vertreten kann. Eine Hebung des Pensionsalters für Feuerwehrmänner und – Frauen ist ein unkalkulierbares Risiko. Der menschliche Körper kann sich wirtschaftlichen Interessen nicht anpassen. Das Pensionsalter muss, wenn es nicht gesenkt werden kann, bei 60 Jahren bleiben. Alles andere ist unverantwortlich. 

Eine weitere Gefahr für die Einsatzkräfte der Feuerwehren wird in den letzten Jahren immer deutlicher: 

Mit den Jahren im Einsatzdienst steigt auch die potentielle Gefahr, an Krebs zu erkranken. 

Für die DFeuG ergeben sich hier zwei Handlungsfelder. Zum einen müssen die evtl. Krankmacher reduziert werden. Neben einer verbesserten Ausrüstung, muss auch die Einsatzstellenhygiene und die „Schwarz- Weißtrennung“ auf den Wachen verbessert werden. 

Zum anderen muss der Erkenntnis, dass die Tätigkeit Feuerwehreinsatzdienst ein höheres Krebsrisiko birgt, als viele andere Tätigkeiten, Rechnung getragen werden. 

 

Wir benötigen für unsere eigene Absicherung, wie auch der Absicherung für unsere Familien, eine Anerkennung der Berufskrankheiten Krebs und PTBS und eine Übernahme aller anfallenden Krankheitskosten, auch Krankheitskosten nach der aktiven Dienstzeit.

 

2020 werden wir vielfältige Gelegenheiten haben, diese Punkte diskutieren und unsere Forderungen einbringen zu können. 

Es ist jetzt an der Zeit die Weichen für die Zukunft zu stellen. 

Es darf nicht mehr hingenommen werden, dass auf unserem Rücken versucht wird, Kosten zu sparen. 

Wir werden auf die genannten Probleme hinweisen und darauf hinwirken, dass die Kommunen und unsere Amtsleitungen endlich die Möglichkeiten erhalten, die notwendigen Änderungen durchführen zu können. 

Wir sitzen alle in einem Boot und haben die gleichen Ziele: 

Gute Arbeit leisten und dafür gerecht entlohnt zu werden. 

Bei unserer Arbeit möglichst wenig Schaden zu nehmen. 

 

Mit gewerkschaftlichen Grüßen 

Siegfried Maier 

Bundesvorsitzender 

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft 

 

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Gemeinsamer Appell der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft und der Gewerkschaft der Polizei.

Im Bezug auf die Kampagne "Respekt?! Ja Bitte!" appellieren die DFeuG und die GdP an alle Menschen in unserem Land,

dass diese bitte friedlich mit unseren Einsatzkräften ins neue Jahr feiern sollen, statt sie anzugreifen oder bei ihrer Arbeit zu behindern.

 

#RespektjaBitte

 

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Nach einem erfolgreichen Jahr 2019 wünscht die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft allen Unterstützern und Freunden viele erholsame Stunden um Kraft zu tanken. 

Es wäre schön, wenn unser Wunsch in Erfüllung geht, dass Sie alle glückliche Feiertage und einen friedlichen Jahreswechsel erleben können. 

Vielen Dank für die Unterstützung im letzten Jahr. 

Viele von uns sind auch an den Feiertagen und zum Jahreswechsel im Dienst um anderen zu helfen, diesen Kolleginnen und Kollegen möchten wir auf diesem Weg ganz besonders danken! 

Gut dass Ihr da seid!!! 

Siegfried Maier 

Bundesvorsitzender 

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

als stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) bin ich nach dem Bericht über den Vorfall bei einem Löscheinsatz der Berufsfeuerwehr Gera von Montagabend zutiefst erschüttert und frage mich: Wer schützt uns und unsere Kolleginnen und Kollegen vor solchen Irren? Und wer sind diese Menschen, die diejenigen töten wollen, die für Andere ins Feuer gehen?

Bei diesem Vorfall wurden unter anderem unsere Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr Gera nicht nur in Gefahr gebracht. Man muss hier sogar untersuchen, ob bei diesem Angriff billigend in Kauf genommen wurde, dass Feuerwehrfrauen und -männer sterben. Hat möglicherweise auch eine reale Tötungsabsicht vorgelegen?

Alle Feuerwehrfrauen und -männer kommen, um zu helfen – immer dann, wenn es

besonders gefährlich oder eklig ist oder ein großer Schaden abgewandt werden soll. Wurden diese helfenden Menschen jetzt zur Zielscheibe mit der Absicht, getötet zu werden?

Einen solch gravierenden Angriff auf die Institution Feuerwehr und ihre Einsatzkräfte hat es bisher noch nicht gegeben. Wir alle müssen uns jetzt diese Fragen stellen: Ist dieser Fall ein Dammbruch? Was kommt als Nächstes? Wer schützt uns und unsere Kolleginnen und Kollegen?

Ja, wir brauchen Platz. Wir müssen schnell sein und sind deswegen auch oft laut. Am Einsatzort geht es hektisch zu. Unser Job ist meist nicht einfach.

Aber ist das ein Grund, uns zu hassen?

Beim Löschen von Feuer in einem Gebäude ist das Wasser aus dem Hydranten so etwas wie

unsere Lebensversicherung. Jeder, der einer löschenden Feuerwehreinsatzkraft das Wasser

abdreht, nimmt in Kauf, dass diese Einsatzkraft sterben könnte. Wir dürfen das nicht

schönreden!

Als Feuerwehr-Gewerkschaft haben wir die Aufgabe, die Stimme für unsere Kolleginnen und

Kollegen zu erheben und in diesem Fall ein konsequentes Handeln sowie harte Strafen zu

fordern. Wir erwarten die Unterstützung der Politik. Helfen Sie mit Ihrer Stimme und fordern Sie eine zielstrebige Strafverfolgung! Denn: Egal, ob in Gera, Berlin, Hamburg, Dortmund – unsere Feuerwehrfrauen und -männer sind in ganz Deutschland etwas wert! 

Mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen in Deutschland, hier und heute aber besonders den Einsatzkräften aus Gera. Gut, dass Ihr Euren Job gemacht habt. Ich bin froh, dass bei diesem Angriff keiner von Euch Schaden genommen hat. Vielleicht finden sich bei den nächsten Einsätzen Menschen, die Euch Wasser, Kaffee, oder Tee bringen, statt euch töten zu wollen. 

Hoffentlich gibt es Menschen, die für unsere Einsatz- und Hilfskräfte positive Zeichen setzen wollen, denn diese Frauen und Männer verdienen Respekt und Anerkennung!

 

Siegfried Maier

1. Stellvertretender 

Bundesvorsitzer DFeuG

 

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