Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Mensch steht im Mittelpunkt der Betrachtung! Sowohl der in Not geratene Bürger als auch der Leitstellendisponent!

Die Tätigkeit eines Leistellendisponenten in einer Feuerwehr- und Rettungsleitstelle ist ausgesprochen anspruchsvoll. Mit der Entscheidung zum Aufbau und dem Betrieb von fünf Großleitstellen (IRLS) in Sachsen nahm der Umfang der Arbeitsaufgaben erheblich zu. Die vor Jahren definierten Qualifikationsanforderungen für den Disponenten wurden durch Entscheidungsträger nie konsequent umgesetzt. Es entstand in vielen Leitstellen ein Ausbildungsstau. Die Folge ist, dass mit dem Zusammenschluss der Rettungsleitstellen in Sachsen, zwar engagierte und erfahrene Disponenten zur Verfügung stehen, diese aufgrund begrenzter oder fehlender Qualifikationen per Gesetz nicht rechtssicher und umfänglich eingesetzt werden dürfen.

Für viele Leitstellendisponenten aus den aufgelösten Leitstellen bedeutet dies im Dienstbetrieb einer Großleitstelle Tätigkeiten auszuüben, die im Bereich der Nicht - Gefahrenabwehr (Krankentransport, ohne Notrufannahme und Bearbeitung) angegliedert sind. Diese Kollegen und deren Familien spüren als Folge teils erhebliche Gehaltseinbußen sowie einen unverschuldeten Motivationsverlust! Für die umfassend ausgebildeten Bediensteten bedeutet dies eine noch größere Aufgabenverdichtung/Arbeitsbelastung.

Der Quereinstieg und die Entwicklungsmöglichkeit für Beschäftigte des Rettungsdienstes zum Leitstellendisponenten einer Integrierten Regionalleitstelle sind unter den aktuell herrschenden Verhältnissen kaum möglich.

Der Kreis der qualifizierten Disponenten beschränkt sich fast ausschließlich auf den Personalbestand der Berufsfeuerwehren. Doch auch diese kämpfen schon jetzt und zukünftig noch intensiver, aus verschiedensten Gründen, mit personellen Schwierigkeiten.

Es wird immer schwieriger, Personal aus den Reihen der Berufsfeuerwehren mit der gesetzlich festgeschriebenen Laufbahnausbildung, zum Disponenten fortzubilden. Fünfeinhalb Jahre Ausbildungszeit nach geltender Qualifikationsanforderung für den Leitstellendisponenten sind durch die Berufsfeuerwehren als Leistungserbringer nur noch sehr eingeschränkt umzusetzen.

Fehlende Kapazitäten an der Landesfeuerwehrschule, hohe körperliche Anforderrungen für den Einstieg in die Ausbildung zur Laufbahngruppe 1/2 der Fachrichtung Feuerwehr und die Ausbildung zum Leitstellendisponenten ist vergleichbar mit einem akademischen Abschluss. Der Inhalt, das Maximum an Ausbildung der laufbahnrechtlichen Möglichkeiten, plus ein weiteres Staatsexamen als Notfallsanitäter (als äquivalent zum Rettungsassistenten) ist im Tarif-, Laufbahn- und Besoldungsrecht nicht entsprechend Abgebildet.

Die spürbare Folge ist der akute Personalmangel in den fünf Integrierten Regionalleitstellen Sachsens. Die Versäumnisse der Vergangenheit, hinsichtlich der Ausbildung, Qualifizierung und Gewinnung von Leitstellendisponenten, dürfen und können nicht auf dem Rücken unserer Kollegen und des vorhandenen Leitstellenpersonals ausgetragen werden.

Zur Lösung der Situation schlagen wir folgende Maßnahmen vor:

- Zeitnahe qualifizierte feuerwehrtechnische Modulausbildung für Leitstellendisponenten ohne Laufbahnausbildung Feuerwehr.

- Einführung einer qualifizierten medizinischen Modulausbildung der Leitstellendisponenten ohne RA/NotSan Abschluss, angelehnt an die ehemalige Ausbildung für Rettungsassistenten.

- Die Arbeit des Disponenten findet in einem gesundheitlichen Hochrisikobereich statt. Daher ist die Anerkennung der Dienstzeiten in Leitstellen als Einsatzdienstjahre, analog der Kollegen des feuerwehrtechnischen Einsatzdienstes unumgänglich.

- Anpassung des Sächsischen Besoldungsgesetzes (SächsBesG) und der Sächsischen Laufbahnverordnung (SächsLVO) um den hohen Qualifikationsstand und hoher Verantwortung des Leitstellendisponenten gerecht zu werden.

- Schaffung ausreichender Ausbildungskapazitäten an der Landesfeuerwehrschule.

Diese Maßnahmen sind notwendig um die personelle Betriebsbereitschaft der Integrierten Regionalleitstellen auch künftig uneingeschränkt sicher zu stellen und damit die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Die Deutsche Feuerwehr Gewerkschaft ruft alle Entscheidungsträger zeitnah zu sachlichen und erfolgsorientierten Gesprächen auf.

Für Fragen und fachlichen Austausch stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Der Vorstand DFeuG Landesgruppe Sachsen

 

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Kriminologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben im Jahr 2017 Rettungskräfte in NRW zu ihren Gewalterfahrungen befragt. Der Abschlussbericht zu der Studie wurde jetzt vorgestellt.
Der Studie zufolge wurden 92 Prozent der Rettungskräfte wie Notärzte, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten im zurückliegenden Jahr im Dienst angepöbelt, 26 Prozent wurden Opfer körperlicher Übergriffe. Die Forscher plädieren dafür, die Rettungskräfte in Aus- und Fortbildung besser auf kritische Konfliktsituationen vorzubereiten.

Prof. Dr. Thomas Feltes und Marvin Weigert vom Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft der RUB hatten 4.500 Rettungskräfte aus Nordrhein-Westfalen befragt.

Weiterlesen: AG Gesundheit informiert! - Studie in NRW Gewalt gegen Rettungskräfte

Gruendung LG SHNeue Landesgruppe Schleswig – Holstein gegründet!

Mit der Gründung einer Landesgruppe der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft in Schleswig-Holstein am 30. Januar 2018, hat die DFeuG einen weiteren Baustein auf dem Weg zur mitgliederstärksten Gewerkschaft für die hauptamtlich Beschäftigten bei den deutschen Feuerwehren gelegt.

„So fügt sich ein Puzzleteil zum Nächsten“ beschreibt der Bundesvorsitzende Ingo Schäfer diese Entwicklung, und „begrüßt die Kollegen aus Schleswig-Holstein auf das Herzlichste in unserer Gemeinschaft“. Mit der Keimzelle in Brunsbüttel sind nun auch die Weichen für die Verschmelzung mit dem Berufsverband Feuerwehr derart gestellt, dass sich die Kollegen im Norden durchaus wieder finden können.

Wir wünschen dem neu gewählten Vorstand in Schleswig-Holstein viel Erfolg und eine glückliche Hand!

 

Foto: Neuer LG Vorstand J. Möllmann, F. Seide in Abwesenheit, C. Gaulke, D, Lüttge, S. Stoltenberg, H. Mehlig, mit Vertretern des geschäftsführenden Vorstandes D. Dahlke und D. Schütz

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Aufrichtiges Beileid im Namen unserer Kolleginnen und Kollegen...                                                                                                                                                                                          

Tief betroffen haben wir vom Tod zweier Kameraden aus Bad Salzungen und Sundern erfahren, sie wurden in Ausübung iher Tätigkeiten getötet - wir wünschen den Angehörigen und Kameraden viel Kraft und bekunden unser tiefes Beileid!

Unter großem medialem Interesse fand die Pressekonferenz zum 3 Kampagnenfilm Respekt? Ja Bitte! in München statt. Nach Nordrhein-Westfalen und Sachsen wird jetzt mit Hilfe der Politik auch in Bayern aufmerksam gemacht.

Fr. Dr. Janina Dressler sowie Vorstandsmitglieder der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft standen für viele Fragen zum Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte zur Verfügung.

Dieser Kampagnenfilm wird nun für mindestens 4 Wochen in den Kinosälen der Kinopolis-Kinogruppe, in Bayern, im Vorspann gezeigt.

Hier möchten wir noch einmal auf unser Formular "Gewalt im Einsatz" hinweisen! 

Hier der Link!

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