Vorsitzender der Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (Siegfried Maier) hält Kurse für Einsatzkräfte notwendig, um sich aus Notsituationen befreien zu können

 

Es vergeht kaum eine Woche, in der Medien nicht über Angriffe auf Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW berichten. Auch Zugbegleiter, Krankenhauspersonal und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sind immer mehr davon betroffen. Der Lockdown wird dies wohl verstärken.

Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes kommen, um zu helfen und Leben zu retten. Jeder Einsatz ist ein Kampf gegen die Zeit. Darauf sind die Einsatzkräfte vorbereitet.

Auf Gewalt, Übergriffe und brutale Attacken jedoch nicht.

„Jeder, der unsere Kollegen und Kolleginnen im Dienst attackiert, tötet vielleicht indirekt einen Menschen. Hören Sie auf damit“, forderte der Bundesvorsitzende der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) Siegfried Maier bereits vor einem halben Jahr.

Jetzt schlägt die DFeuG erneut Alarm:

Immer mehr Einsatzkräfte berichten von Angst, im Einsatz angegriffen zu werden. Schon mit der Kampagne „Respekt? Ja, bitte!“ hatte sich die Fachgewerkschaft das Ziel gesetzt, der Gewalt mit Hilfsangeboten entgegenzuwirken. Denn diese Angriffe sind keine Einzelfälle. 

 

Siegfried Maier: „Spätestens an Silvester werden Feuerwehrleute und Mitarbeiter*innen der Rettungsdienste sehr wahrscheinlich wieder bedroht und verletzt. Der Lockdown wird hier wohl noch mehr Brisanz hineinbringen.

Wir wollen keine Vorbereitung auf mögliche Kämpfe. Aber es ist wichtig, dass sich die Kolleg*innen befreien können, wenn es keinen anderen Ausweg gibt.“

Als erster Gewerkschaftsvertreter empfiehlt der Vorsitzende der DFeuG deswegen Vorbereitung auf solche Situationen durch Training, das Abwehrtechniken vermitteln soll.

„Ich weiß, dass solche Selbstbefreiungstechniken nicht gegen Angriffe wie Böller, Raketen oder die unsäglichen Angriffe mit z. B. Autos helfen, aber wenn man festgehalten wird, sollte man sich befreien können. Wir befürchten, dass sich die Spirale der Gewalt gegen Einsatzkräfte weiterdreht!“

 

Einsatzkräfte brauchen besondere Lösungen, die einfach wirken und zu lernen sind.

Wegen Corona idealerweise online, z. B. auch über HandyApps.

Zusammen mit Peter Althof, einem der bekanntesten Personenschützer und Sicherheits-Experten Deutschlands, und Spezialisten von 1ST DEFENSE wurde jetzt auf Drängen der Einsatzkräfte ein solches Trainingsprogramm entwickelt. „Sicher im Einsatz“

Das Konzept ist direkt auf die Bedürfnisse des Einsatzdienstes zugeschnitten: Jede Einsatzkraft sollte sich aus Situationen wie Bedrängen, Festhalten, Umklammern und Würgen befreien können ­- ohne dem Angreifer großen Schaden zuzufügen.

Alle Infos zum Programm gibt es hier:

www.sicher-im-einsatz.de

 

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Ein in der vergangenen Woche aufgetauchter, als vertraulich eingestufter Entwurf, zur „Priorisierung der Bevölkerungsgruppen für eine COVID-19-Impfung unter Berücksichtigung der Impfziele“, sorgt bei der DFeuG für Unmut und Unverständnis.

Hiernach sollen, nach Bewertung der ständigen Impfkommission am Robert Koch – Institut (STIKO), Feuerwehreinsatzkräfte erst zu einem späteren Zeitpunkt gegen das SARS-CoV-2-Virus geimpft werden.

Die AG Gesundheit der DFeuG begrüßt die vordringliche Versorgung von Personen mit besonders hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf, da dies auch primär unsere Rettungsdienstkräfte entlastet. Auch Berufsgruppen die aufgrund ihrer Tätigkeit in häufigem Kontakt zu besonders durch COVID-19 gefährdeten Personen stehen und damit ein besonders hohes arbeitsbedingtes Expositionsrisiko, trotz Schutzmaßnahmen, durch hohe Erregertransmission besitzen, müssen vorrangig geimpft werden.

Dennoch gehören Feuerwehren aus Sicht der AG, mit seinen angegliederten Rettungsdiensten und „First-Responder-Einheiten“, ebenfalls zur o.g. Berufsgruppe. Eine vorrangige Impfung kann so weiter zu einer Entlastung des Gesundheitssystems führen und zur Entspannung der Corona-Lage.

Marcus Bätge, Leiter der AG Gesundheit dazu: „Auch unsere Leute setzen sich täglich den zusätzlichen, erweiterten Gefährdungen durch das Virus aus. Zusätzlich können sie, gerade bei den immer noch täglich steigenden Zahlen an positiv getesteten Personen, schnell zu Kontaktpersonen der Kategorie 1 werden, weitere Mitarbeiter und auch andere Patienten gefährden und das Gesundheitssystem schwächen“.

Neben den von uns geforderten, ausgeweitetem Schnelltestangebot bei den systemrelevanten Berufsgruppen von Feuerwehr und Rettungsdiensten, fordert die DFeuG jetzt auch eine Anpassung der STIKO –Matrix, mit einer höheren Priorisierung von Feuerwehreinsatzkräften bei der Corona-Schutzimpfung.

 

„Damit wir auch noch helfen können, wenn es anderen schlecht geht. Wer versorgt die Bürger, wenn wir nicht mehr helfen können“, schließt Bätge ab.

Bleibt gesund!

 

Eure AG Gesundheit Bund der DFeuG

 

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Das Bundesverfassungsgericht hat am 04. Mai 2020 (2 BvL 4/18) festgestellt, dass die Richterbesoldung im Land Berlin in den Jahren 2009 bis 2015 in verfassungswidriger Weise zu niedrig bemessen war. Dabei hat es ausdrücklich betont, dass eine Gesamtschau verschiedener Kriterien vorgenommen werden und alle drei von ihm in seinen Entscheidungen aus dem Jahr 2015 aufgestellten Stufen geprüft werden müssten,
selbst wenn in der ersten Stufe nicht drei der fünf aufgestellten rechnerischen Parameter erfüllt seien.

Im Hinblick auf die in den vorgenannten Verfahren gerichtlich zum Ausdruck gebrachte Sach- und Rechtslage gehen wir davon aus, dass die uns gewährte Besoldung nicht ausreichend ist und der Gesetzgeber eurem Anspruch aus Art. 33 Abs. 5 GG nicht nachkommt.

Wir empfehlen daher allen Verbeamteten Kolleginnen und Kollegen, Widerspruch einzulegen. Dieser muss unterschrieben bis zum 31.12.2020 im zuständigen Personalamt sein. Dazu kann der vorgeschriebene Widerspruch genutzt werden.

Mit gewerkschaftlichen Grüßen Deutsche Feuerwehr- Gewerkschaft Landesgruppe Sachsen
Der Vorstand

 

Muster Widerspruch

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Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) mö chte sich bei allen Kolleg*innen für die Unterstützung unddas entgegengebrachte Vertrauen bei den Personalratswahlen der Bundeswehrfeuerwehr bedanken. Nur mit dieserHilfe war es möglich, dass unsere Fachgewerkschaft gleich an mehreren Standorten große Wahlerfolge erzielenkonnte: Auf Anhieb erkä mpften wir uns unter anderem vier Sitze im Gesamtpersonalrat.

„Ein toller Erfolg, der wieder einmal zeigt, dass unsere basisnahe, kompetente Arbeit geschä tzt wird. DieAufgaben und Anforderungen in unserem Beruf sind speziell und individuell. Das trifft auch auf die Sorgen undProbleme unserer Kolleg*innen zu“, so Udo Bingemann, neuer Vorsitzender des Gesamtpersonalrats derBundeswehrfeuerwehr.

„Fokussiert und lösungsorientiert werden wir nun die Umsetzung unserer Wahl- versprechen anpacken undgemeinsam Lö sungen erarbeiten“, so Bingemann weiter. Er hofft, dass die Personalratsarbeit kü nftig dem Slogander DFeuG folgt: Von der Basis fü r die Basis.

 

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft

 

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Mit Sorge blickt die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) auf die stetig steigenden Infektionszahlen und bemängelt die oft fehlende Bereitschaft der Dienstherren und Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter*innen regelmä ßig zu testen.

Dabei wü nschen sich immer mehr Kolleg*innen  aufgrund  ihrer  Einsatztä tigkeit regelmä ßige Tests. Tä glichtransportieren sie Menschen mit Corona-Verdacht oder bestä tigter COVID-19-Erkrankung.

„Fü r uns ist es weder nachvollziehbar noch akzeptabel, dass unseren Kolleginnen und Kollegen eine regelmä ßigeTestmö glichkeit verwehrt wird. Keiner von uns mö chte das Virus unbewusst in die eigene Familie tragen und soFamilienmitglieder, die womö glich zu einer Risikogruppe gehö ren, gefä hrden“, so Siegfried Maier,Bundesvorsitzender der DFeuG.

Schon jetzt kö nnen wir beobachten, dass Einheiten der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr aufgrund von Corona-Erkrankungen ausfallen. Der Schutz dieses systemrelevanten Bereichs muss vor der Frage des Geldes stehen.

Tests auf freiwilliger Basis bieten aber nur die wenigsten Dienstherren an. Maier sieht hier die Ministerien in derPflicht: In diesen schwierigen Zeiten muss die Aufrechterhaltung der Notfallversorgung und -rettung im Interesse derRegierung liegen.

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft

 

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