Gewerkschaft hat bereits vor drei Jahren Alarm geschlagen, dass dringend Personal bei der Feuerwehr gebraucht wird 

Wütend und enttäuscht sind viele Düsseldorfer Feuerwehrleute, dass sie jetzt die Fehler der Verwaltung der vergangenen Jahre ausbaden müssen. Ihre Perspektive, weiter dauerhafte Mehrarbeit für die nächsten Jahre, bis auch nur annähernd ausreichend Personal vorhanden ist. Wir befürchten, dass sich die Mehrbelastung der Mitarbeiter schädlich auf die Gesundheit auswirkt. Häufiger Dienst, zu wenige Erholungsphasen und auch das Familienleben leidet erheblich darunter. Der Personalmangel war absehbar, darauf hat die Gewerkschaft bereits vor drei Jahren die Politiker im Stadtrat in einem offenen Brief aufmerksam gemacht. Aufgrund der steigenden Bevölkerungs- und Einsatzahlen in Düsseldorf, alten Rettungsdienstbedarfspläne hätten die Verantwortlichen viel eher reagieren müssen. Dass jetzt Mehrarbeitsstunden angeordneten werden, bedeutet die Beamten werden gezwungen Überstunden zu machen um das fehlende Personal zu ersetzen, darüber sind sehr viele Kollegen verärgert. Auch dringend notwendige Fortbildungen sollen aus der Freizeit, gegen Mehrarbeitsvergütung absolviert werden. Hier hat der Dienstherr die Verantwortung und die Fürsorgepflicht auf den Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiter zu achten und sich an die geltende EU Richtlinie 2003/88/ EG der Arbeitszeit zuhalten. Die wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden einschließlich Mehrarbeit darf im Jahresdurchschnitt nicht überschritten werden, so steht es in der landesweit geltenden Arbeitszeitverordnung Feuerwehr (AzVoFeu). 

Zum Jahresende schätzen wir, werden sich um die 100.000 Überstunden bei den Kolleginnen und Kollegen angehäuft haben, die nicht entgegen dem Wunsch der Feuerwehrbeamten in Freizeit ausgeglichen werden können. Die jetzigen Neueinstellungen werden gerade einmal die Kollegen ersetzen, die in den nächsten Jahren in Pension gehen. Darüber hinaus wird aber weiteres Personal dringend benötigt, wir gehen von rund 80 Beamten aus. Uns ist bekannt dass der Arbeitsmarkt an Feuerwehrpersonal leergefegt ist, da keine Feuerwehr über Bedarf ausgebildet hat. Es muss nun endlich nach vertretbaren Lösungen gesucht werden, um weitere dauerhafte, rechtswidrige Mehrarbeit zu vermeiden und die Gesundheit der Einsatzkräfte zu schützen. 

Rückfragen gerne an die DFeuG Geschäftsstelle NRW

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