paraghenzeichenDer Deutsche Bundestag hat am 16.Februar 2017 im Rahmen der Reform der Heil- und Hilfsmittelverordnung auch eine Änderung des § 32 im Notfallsanitätergesetz (Übergangsvorschriften) beschlossen.
Und heute am 10.März hat der Bundesrat dieser Änderung zugestimmt.

Was ändert sich?

Demnach kann ein Rettungsassistent/eine Rettungsassistentin künftig die im Gesetz geforderten 5 Jahre Berufserfahrung auch NACH dem Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG) (zum 1.1.2014) sammeln, um ohne vorhergehende, zusätzliche Ausbildung an einer Ergänzungsprüfung teilzunehmen.
Ein Rettungsassistent, der beispielsweise zum Inkrafttreten des NotSanG im Januar 2014 lediglich über 3 Jahre Berufserfahrung als Rettungsassistent verfügte und aktuell an einer 480 Stunden umfassenden Zusatzausbildung teilnehmen müsste, kann künftig sofort an einer Ergänzungsprüfung teilnehmen, da er inzwischen über die geforderten 5 Jahre Berufserfahrung verfügt.

Unberührt von der jetzigen Änderung bleibt die zeitlich auf 7 Jahre begrenzte Möglichkeit, an einer Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter teilzunehmen. Das heißt, maximal bis zum 01.Januar 2021 (31.12.2020) ist es möglich an einer Ergänzungsprüfung für Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter teilzunehmen. Danach muss grundsätzlich eine volle, staatliche Abschlussprüfung absolviert werden.

Von der Änderung ebenso unberührt ist die Stufenregelung (3/5 Jahre). Das bedeutet beispielsweise, dass ein Rettungsassistent, der sofort zu einer Ergänzungsprüfung antreten möchte, aktuell jedoch lediglich über 3 Jahre Berufserfahrung verfügt, auch weiterhin an einer 480 Stunden umfassenden Ausbildung teilnehmen muss, bevor er zu einer Ergänzungsprüfung zugelassen werden kann.
In vielen Kommunen und Städten in NRW wurde bzw wird bis dato die Stufenregelung mit einem 5 wöchigen Intensivkurs und der staatlichen Vollprüfung (Staatsexamen) umschifft.

Eine abschließende Meinung ob diese Entscheidung der Änderung im §32 NotSan G positiv oder negativ ist, möchte die AG NotSan der DFeuG NRW nicht abgeben. Dafür müssen erst noch entsprechende Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem Land kommen.Die Änderungen bzw.

 

Streichungen im Gesetzestext:
§ 32 Übergangsvorschriften
(2) Eine Person, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes; eine mindestens fünfjährige Tätigkeit als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent nachweist, erhält bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 2 Absatz 1 Nummer 2 und 3 die Erlaubnis, die Berufsbezeichnung „Notfallsanitäterin“ oder „Notfallsanitäter“ zu führen, wenn sie innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes die staatliche Ergänzungsprüfung besteht. Satz 1 gilt entsprechend für eine Person, die bei Inkrafttreten des Gesetzesspan>;
1.
eine mindestens dreijährige Tätigkeit als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent nachweist und zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung an einer weiteren Ausbildung von 480 Stunden teilgenommen hat oder
2.
eine geringere als eine dreijährige Tätigkeit oder, bei Personen nach Absatz 1, keine Tätigkeit als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent nachweist und zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung an einer weiteren Ausbildung von 960 Stunden teilgenommen hat.

Oliver Koch, 10.03.2017 (für die AG NotSan/Rett)

 

Artikel als PDF

Landesgruppe NRW

Kalender

Keine Veranstaltungen gefunden

Partner NRW

Kontakt NRW

DFeuG
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen
Friedrichstraße 50
D-42655 Solingen

Geschäftszeiten:
Mo.-Fr. 8.30-12.30Uhr
+49 (0)212 - 64 56 48 56
+49 (0)212 - 64 56 48 57
geschaeftsstelle-nrw[at]dfeug.de