Seit Monaten unterstützen unsere Kolleg*innen der Werk- und Berufsfeuerwehren sowie hauptamtlichen Kräfte beim Kampf gegen die Pandemie. Täglich unterstützen sie im Rettungsdienst, fahren sogenannte First Responder-Einsätze, versorgen Patienten in der Notfallrettung, im Dienst, bei denen der Verdacht auf eine COVID19-Erkrankung besteht. Doch wer schützt unsere Einsatzkräfte? 

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft fordert eine sofortige Anpassung der Impfpriorisierung für alle Kolleg*innen der Werk- und Berufsfeuerwehren, der hauptamtlichen Kräfte sowie der Rettungsleitstellen. „Die niedrigere Kategorisierung nach CoronaImpfV ist für uns als Fachgewerkschaft nicht nachvollziehbar, so Sven Ziegler, Landesvorsitzender der DFeuG. „Unsere Einsatzstellen erlauben keine Einhaltung von Abstandsregeln ­­– egal, ob bei Verkehrsunfällen, sogenannten First-Responder-Einsätzen oder sonstigen Hilfeleistungen. Die durchgeführte Neubewertung anderer Berufsgruppen sollte hierbei für unsere Politik Vorbild sein und zeigt, dass fehlerhafte Einschätzungen durchaus korrigierbar sind“, so Ziegler weiter.

„Die Frauen und Männer sind zwölf bzw. 24 Stunden auf den Feuer- und Rettungswachen im Dienst. Um sich vor einer Infektion zu schützen, tragen sie die gesamte Zeit FFP2-Masken. Die einzige Ausnahme sei der Wechsel auf Atemschutz im Einsatz bei Bränden und Gefahrguteinsätzen, um sich vor den Atemgiften durch Feuer und chemische Stoffe zu schützen. 

Viele Feuerwehrleute wollen geimpft werden und durch eine schnelle Immunisierung würde die Belastung durch FFP2-Masken im Dienst signifikant vermindert. Nicht zuletzt würde sich auch die Gefahr für unsere Kamerad*innen im Dienst verringern. 

Wir fordern die Politik deswegen auf, die derzeitige Priorisierung zu überdenken und praxisgerecht anzupassen. Was für Lehrer*innen und die Polizei möglich ist, sollte auch für unsere Feuerwehrkolleg*innen machbar sein, dies sieht man in Rheinland-Pfalz, wo sogar Mitglieder der Freiwillige Feuerwehren geimpft werden.

 

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