Telefonische Wartezeiten und weitere Zusatzaufgaben beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst führen auch zu erhöhtem Notrufaufkommen und belasten Rettungsleitstellen zusätzlich.

 

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft warnt vor zusätzlicher Belastung der Leitstellen. Hohe Wartezeiten beim ÄBD würden die seit vielen Wochen angespannte Situation in den Leitstellen erneut belasten und zu einem vermehrten Anrufaufkommen auch beim Notruf 112 führen.

„Anrufer berichten immer wieder, dass sie sich bei Anruf der 116 117 bis zu einer Stunde in der Warteschleife befinden, die Telefonate sogar teilweise abbrechen, so Sven Ziegler, Landesverbandsvorsitzender der DFeuG. „Verunsichert und hilflos wählen diese dann oft die 112 und bitten um Hilfe“, so Ziegler weiter. 

„Wir brauchen hierfür kurzfristig eine Lösung, die beiden Einrichtungen hilft. Gerade in der derzeitigen pandemischen Lage sollte das Sozialministerium an einer schnellen, zielorientierten Lösung interessiert sein“, so der Landesverbandsvorsitzende. 

„Eine langfristige praxisnahe Lösung sehen wir beispielhaft in der Implementierung von fahrenden Bereitschaftsärzten, auf die unsere Rettungsleitstellen dann direkten Zugriff hätten und der von einer Rettungsdienstbesatzung nachgefordert werden könnte. Da alle Patienten nach derzeitiger Rechtslage im Grunde final einem Arzt zugeführt werden müssen, führt das zu unnötigen Belastungen der Notaufnahmen, die somit ebenfalls vermieden werden könnten“.

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG)

 

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