Wir können die Enttäuschung und den Frust vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Rettungsdiensten und bei den Berufsfeuerwehren nachvollziehen. „Zu Beginn der Pandemie wurden sie beklatscht, jetzt bekamen sie von der Politik und den verhandelnden Gewerkschaften eine Klatsche“, so Siegfried Maier, Bundesvorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG).

Hintergrund, der ausgehandelte Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst sieht eine maximale Wochenarbeitszeit von 39 bzw. 40 Stunden (Ost bzw. West) vor. Für die Bereiche Rettungsdienst und Feuerwehren gibt es jedoch eine Ausnahmeregelung: die Arbeitszeit beträgt hier beispielsweise 48 Stunden - bei dem Gehalt einer 39-Stunden-Woche. Die differente Zeit wird als Bereitschaftszeit angesehen, ohne entsprechende Vergütung. 

Definitiv nicht mehr zeitgemäß, so Maier weiter. Seit Jahren steigen die Einsatzzahlen stetig, Bereitschaftszeiten auf Rettungswagen kaum noch vorhanden. Gerade während der Corona-Pandemie haben sich die Einsatzzeiten enorm erhöht, müssen die Fahrzeuge nach Einsätzen akribisch gereinigt und desinfiziert werden. Ein enormer Mehraufwand, den selbst der Bundesgesundheitsminister, Herr Spahn noch nicht erkannt hat, folgt man seiner Argumentation.

Viele der Belastungen im Rettungsdienst können die Beschäftigten nicht ändern. Aber sie wehren sich nun dagegen, dass sie trotz aller widrigen Umstände weiterhin 48 Stunden pro Woche arbeiten und über 400 unbezahlte Stunden leisten müssen. Dazu hat ein Kollege aus dem Rettungsdienst, Timo Niebuhr, eine Petition gestartet, die zu Nachverhandlungen beim Tarifabschluss führen sollen. Wir unterstützen diese Petition und rufen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr auf, diese Petition zu unterstützen!  

Noch bis zum 26. November können nämlich sowohl die Gewerkschaft als auch die Arbeitgebervertreter am Verhandlungsergebnis drehen, diese Hoffnung könnt ihr unterstützen!

Petition: www.change.org/unverzichtbar.

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