+++Pressemitteilung+++

 

Sparpläne des Senats gefährden die innere Sicherheit

 

Laut ersten Informationen plant der Senat im kommenden Doppelhaushalt über 50 Millionen Euro bei Feuerwehr und Polizei einzusparen. Hier muss die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft vor Einsparung auf Seiten des Personals ausdrücklich warnen. Schon jetzt wurden auf Kosten des Personals massive Einsparungen über die Jahre hinweg umgesetzt. Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld oder andere Zuschläge wurden in der Vergangenheit trotz des hohen Personalbedarfs kompromisslos gestrichen. Um die zahlreichen altersbedingten aber auch anderweitig begründete Abgänge zu kompensieren, muss der Senat dringend einen anderen Weg einschlagen als den Rotstift anzusetzen.

Im Hinblick auf die Attraktivität der Stellen bei der Feuerwehr Hamburg rückt hier gerade ein Punkt in den Vordergrund welcher deutlich zeigt, dass hier nicht gespart werden darf. Ab Inkrafttreten des neuen Rettungsdienstgesetztes im nächsten Jahr dürfen nur noch Notfallsanitäter als Einsatzleiter auf dem Rettungswagen eingesetzt werden. Früher war es der Rettungsassistent, den jeder Feuerwehrbeamte in Hamburg in den ersten 2 Jahren seiner Tätigkeit im Einsatzdienst fast automatisch erlangte und Teil der Ausbildung war. Seit dem Jahr 2014 ist dieses aber nicht mehr möglich. So werden die Kollegen nur noch als Fahrer für den Rettungswagen ausgebildet. Der Notfallsanitäter setzt eine zusätzliche, dreijährige Ausbildung, welche mit einem Staatsexamen endet, um hinterher auch eigenverantwortlich invasive Maßnahmen, wie Medikamentengabe und Stromtherapien am Patienten durchführen zu dürfen. Seitens der Feuerwehr, sowie der Gesundheitsbehörde wurden hierzu Möglichkeiten geschaffen, dass auch der Fahrer des Rettungswagens auf freiwilliger Basis diese dreijährige Ausbildung erhalten kann. Leider fehlt dazu jedoch der Motivator, diese zusätzliche Ausbildung zu absolvieren. Die Gründe dafür liegen auf der Hand und zeigen sich auch in der Belastung im Einsatzdienst. Während der Ausbildung fehlen den Kollegen die Zulagen aus dem Schichtdienst, da ein Großteil der Ausbildung im Tagdienst an der Schule und in Krankenhäusern stattfindet. Zusätzliche Mehrbelastung entsteht dadurch, dass die Kollegen täglich Montag bis Freitag in den Unterricht fahren müssen und nicht wie gewohnt, im 24h Dienstrhythmus eingesetzt werden. Was teilweise auch wieder ein Problem bei der Kinderbetreuung auslösen kann. Nach bestandener Ausbildung werden die Kollegen dann vermehrt auf dem RTW eingesetzt, wobei eine deutlich-höhere Arbeitsbelastung als auf den Löschzügen entsteht. Jedoch bekommen sie diese Qualifikation und den erhöhten Aufwand nicht vergütet.

Im Februar sollte der nächste Lehrgang RS zu NotSan an der BFS für Notfallsanitäter der Feuerwehr Hamburg starten, es standen 24 Plätze zur Verfügung, jedoch gab es nur drei Bewerber, woraufhin die Ausbildung dann abgesagt wurde.

„Es ist den Kollegen nicht zu verübeln, dass sie diese zusätzliche Qualifikation nicht anstreben, solange sie für ihr persönliches Leben keinen Mehrwehrt dafür haben. Hier ist es an der Zeit von Seiten der Politik zu Handeln und diesen zusätzlichen Beruf innerhalb der Feuerwehr attraktiv zu gestalten! Es gibt in anderen Bundesländern verschiedene Modelle wie zum Beispiel die direkte Beförderung in das Statusamt A9, mit dem die Fahrzeugführerstellen auf dem RTW auch ausgeschrieben sind, jedoch dauert die Beförderung dahin zu lange. Es wäre wünschenswert mit erhalt der Qualifikation auch das entsprechende Statusamt zu erhalten, so wie in der Leitstelle auch der Dispatcher sein A9 erhält. Eine alternative wäre eine entsprechende Zulage für den NFS, welche dann auch ruhegehaltsfähig sein sollte. Hier müsse die Politik einfach einmal über den Tellerrand herausblicken. Es ist abzusehen, dass wir ansonsten mehr Abgänge zu verzeichnen haben, als wir Notfallsanitäter ausbilden können.“ Sagt Jan Heinrich als Landesverbandsvorsitzender Hamburg.

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