Hexenjagd auf Kollegen der Feuerwehr Hamburg durch den eigenen Dienstherren 

Die Amtsleitung der Feuerwehr Hamburg hat sich leider dazu entschlossen, Disziplinarverfahren gegen Feuerwehrbeamte einzuleiten, die sich nicht dazu bereit erklären, einen zusätzlichen Berufsabschluss, nämlich den des Notfallsanitäters zu erwerben. 

Im Laufe des letzten Jahres sind hierzu dienstliche Weisungen ergangen, in denen die Kolleginnen und Kollegen aufgefordert werden, an den Ergänzungslehrgängen zum/zur Notfallsanitäter/in teilzunehmen, das Staatsexamen zu beantragen, abzulegen, die Berufsurkunde zu beantragen und dem Dienstherrn vorzulegen. Dieser Schritt war offensichtlich für die Feuerwehr Hamburg unumgänglich, um genügend Kolleginnen und Kollegen zu „motivieren“, denn die Rettungswagen dürfen nur noch bis zum 31.12.2020 mit Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten besetzt werden. 

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft Hamburg (DFeuG-HH) sieht es als sehr kritisch an, diesen Konfrontationskurs einzuschlagen. Bei den Kollegen handelt es sich um gewissenhafte Staatsbürger in Uniform, die sich nach einer Gewissensprüfung gegen die zusätzliche Ausbildung und Verantwortung entschieden haben. Die Dienststelle verstößt mit ihrem Vorgehen gegen Gesetze: 

  • • Das Grundgesetz (Art.12 Freie Berufswahl) gilt auch für Feuerwehrleute. 
  • • Eine Unterschrift unter einen Antrag ist eine freie Willensbekundung und kann nicht durch den Dienstherrn abgepresst werden. 

Nicht unerwähnt sollte in diesem Zusammenhang bleiben, dass jetzt schon großer Unmut darüber in der Feuerwehr herrscht, dass die Beamtinnen und Beamten, die die zusätzliche Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/in erfolgreich abgeschlossen haben oder sich gar zum Praxisanleiter haben ausbilden lassen, keinen Cent mehr bekommen und auch keine Verbesserung in ihrem Karriereverlauf absehbar ist. 

Wir fordern den neuen Amtsleiter Herrn Dr. Schwarz auf, die eingeleiteten Disziplinarverfahren umgehend zu schließen und einen angemessenen Weg zu finden, um den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Hamburg gerecht zu werden. Diese müssen im Brandschutz, Technischer Hilfe, Gefahrenstoff und Umweltschutz, sowie jetzt auch schon im Rettungsdienst zu 100 Prozent ihre Leistung bringen, unter Einsatz ihrer Gesundheit und manchmal auch ihres Lebens, allerdings bei nur 50 Prozent der nötigen Aus- und Fortbildung und zum Nulltarif.

Wann ist Schluss damit? 

 

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Weihnachtsgruß 2018

Weihnachtsruß_2018

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft weist auf den 7.12. „Tag des brandverletzten Kindes” hin. 
Zum neunten Mal veranstaltet der Verein Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. den bundesweiten Aktionstag.
Der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember 2018 warnt unter dem Motto
„Noch ganz klein – schon brandverletzt“ vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen bei Säuglingen, Neugeborenen und Kleinkindern. 76 % aller thermisch verletzten Kinder sind jünger als 5 Jahre. „Die meisten dieser Unfälle passieren im häuslichen Bereich und nicht, wie von vielen Eltern vermutet, im Straßenverkehr“, weiß Dr. Kay Großer, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“. „Die Unfallzahlen in der Hochrisikogruppe – Kinder unter 5 Jahren – stagnieren seit Jahren auf hohem Niveau. Deshalb muss Prävention rechtzeitig ansetzen, bestenfalls schon in der Schwangerschaft, spätestens mit der Geburt.“ „Zu der Hauptunfallursache bei Kindern unter 5 Jahren zählt die Verbrühung durch beispielsweise eine Tasse mit heißem Tee“, betont Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. „Die Kinderhaut ist im Vergleich sehr viel dünner. Deshalb reicht bereits eine Tasse mit heißem Tee aus, um 30 % der Körperoberfläche eines Kleinkindes zu verbrühen“, weiß Adelheid Gottwald. Präventionsarbeit ist wesentlich, um Eltern, Verwandte und Angehörige auf Unfallgefahren hinzuweisen und zu zeigen, wie man kleine Kinder vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen schützen kann. 

So schützen Sie Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder Heiße Flüssigkeiten nicht am Tischrand abstellen 
Kabel (Wasserkocher) und Tischdecken nicht herunter hängen lassen 
Heiße Oberflächen wie Kaminöfen oder Herdplatten absichern 
Badewassertemperatur kontrollieren
Wärmflaschen fest verschließen
Streichhölzer und Feuerzeuge außer Reichweite von Kindern aufbewahren 
Speisen aus der Mikrowelle umrühren und probieren 
Steckdosen sichern 
Föhn und Heizdecken nicht in Babybettchen legen 
Vorsicht mit Rotlichtlampen 
Putzmittel sicher wegschließen

Wenden Sie sich im Notfall an den Notruf 112 und schildern Sie was passiert ist!Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, sodass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt. Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen und präventiv auf Unfallursachen hinzuweisen.
Paulinchen Hotline
Sie erreichen uns unter der kostenlosen Hotline: 0800 0 112 123

   Ihre Spende hilft

Mithilfe Ihrer Spende können wir Familien mit brandverletzten Kindern bestmöglich zur Seite stehen und sie durch den langjährigen, schmerzhaften Prozess begleiten. Veranstaltungen wie das Paulinchen-Seminar oder das Paulinchen-Jugendwochenende sind ohne Ihre Unterstützung nicht durchführbar. 
Zusätzlich machen Sie sich durch Ihre Spende für unsere Präventionsarbeit stark: Gemeinsam Unfälle verhindern!

Bank für Sozialwirtschaft AG
IBAN: 
DE54 2512 0510 0008 4794 00  
BIC: 
BFSWDE33HAN

Feuerkrebs DokuIm Sommer  2018 hat die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), Teil der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Liste karzinogener Stoffe veröffentlicht. 
Darin werden den Brandrauchinhaltsstoffen bestimmte Krebsarten zu geordnet, die ein erhöhtes Risiko für Einsatzkräfte darstellen an bösartigen Krebs zu erkranken.

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft mit dem Partner FeuerKrebs gUG setzen sich dafür ein, dass nachgewiesene Krebsarten als Berufskrankheit für Feuerwehreinsatzpersonal anerkannt werden.
Mit der Anerkennung erhoffen sich beide Organisationen eine Erleichterung für die Betroffenen, ihre Ansprüche ohne langwierige Auseinandersetzungen geltend machen zu können. 

Solange dies noch nicht geschehen ist, empfehlen wir jedem Einzelnen diese Lücke durch eine gewissenhafte Dokumentation zu schließen. 
Dafür stehen auf unserer Internetseite www.dfeug.de im Hauptmenü Download, Vordrucke für ein persönliches Expositionstagebuch zur Verfügung.

Das Arbeitsschutz-Gesetz (ArbSchG) gilt für Beamtinnen und Beamte bei der Feuerwehr 

Hallo Kolleginnen und Kollegen,

ein Kamerad von uns benötigt unsere Unterstützung!!!

Sicherlich habt ihr von dem Vorfall in Thüringen gehört, bei dem ein Kollege der Feuerwehr Mühlhausen, im Einsatz, fast von einem LKW angefahren wurde. Gegen den LKW Fahrer wurde entsprechend Anzeige erstattet, das Verfahren wird am 04.10.2018 in Mühlhausen/Thüringen verhandelt.

Wir möchten vor Ort ein Zeichen setzen und der Politik zeigen, dass wir mehr als nur Lippenbekenntnisse zu unserem Schutz benötigen!

Unserer Kampagne „Respekt?Ja-Bitte!“ folgend möchten wir vor Ort auf die bestehende Problematik und den ständig abnehmenden Respekt gegenüber Einsatzkräften, publik machen.

Daher rufen wir alle Kolleginnen und Kollegen auf, unseren Kollegen und unsere Kampagne vor Ort zu unterstützen.

Treffpunkt ist am

04.10.2018 um 8:00 Uhr

vor dem Amtsgericht Mühlhausen/Thüringen (Untermarkt gegenüber Sparkasse).

Verhandlungsbeginn ist um 08:30 Uhr.

 

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