+++Stellungnahme+++

 

Solingen, 26.11.2019

 

Ausbildungsfrist zur Weiterqualifizierung wurde verlängert

 

Die Bundesregierung hat in Sachen Weiterqualifizierung von Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten regelnd in das bestehende Notfallsanitätergesetz eingegriffen.

Wie in einer Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministerium nachzulesen ist, wird die Frist, in der sich Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten zur Notfallsanitäterin oder zum Notfallsanitäter weiterqualifizieren können, um drei Jahre bis 2023 verlängert.

Die Entscheidung begrüßen wir als Fachgewerkschaft durchweg positiv, da mit der Fristverlängerung auch Kolleginnen und Kollegen die bis 2018 ihren Rettungsassistentin/Rettungsassistent absolviert haben, nun die Chance und der Weg zur verkürzten Ergänzungsfortbildung eröffnet wird.

Dieser Zeitraum bietet die Chance, die noch immer ungelöste Problematik des rechtssichern Handelns von Notfallsanitätern/-innen zu lösen. Hier gilt unser Aufruf an die Politik, nun endlich eine bundeseinheitliche und sichere Lösung für die Kompetenzen und Befugnisse des Berufsbildes zu erzielen. Tagtäglich haben unsere Kolleginnen und Kollegen diese Zeit in ihrer Entscheidungsfindung am Notfallort leider nicht.

Das Berufsbild Notfallsanitäter/-in muss gleichfalls in die Laufbahnverordnungen der jeweiligen Bundesländer entsprechend des KGST Gutachtens aufgenommen und anerkannt werden. Damit entsteht Planungssicherheit, Personalentwicklung, Personalförderung und Motivation – für Bedienstete wie Dienststellen. Ziel muss eine qualitative, den gesetzlichen Anforderungen entsprechende und zeitgemäße Notfallversorgung der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sein.