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Dies ist eine gemeinsame Erklärung der Deutschen Feuerwehr- Gewerkschaft Landesgruppe Bremen und des Landesfeuerwehrverbandes Bremen.

                              Landesfeuerwehrverband DFeuG                                                                                      

In Bremen wurde am 13.12.2016 das Brandschutzkonzept mit dem darin enthaltenen Brandschutzbedarfsplan beschlossen.
Darin enthalten ist die Definition des sogenannten Bremer Schutzziels welches festlegt, dass in 95 Prozent der Fälle ein Brandort in einer vorgegebenen Fahrzeit von höchstens zehn Minuten mit sechs Einsatzkräften auf einem Löschfahrzeug sowie weiteren zwei Einsatzkräften auf einem Hubrettungsfahrzeug (Drehleiter) erreicht wird und dass in höchstens 15 Minuten weitere sechs Einsatzkräfte mit einem weiteren Löschfahrzeug vor Ort eintreffen.


Dieses Bremer Schutzziel stellt eines der schlechtesten Schutzziele in der Bundesrepublik Deutschland dar.
Aber damit nicht genug, müssen die Einsatzkräfte der Bremer Feuerwehr auch noch mit einer Schutzkleidung (PSA) zu Einsätzen ausrücken, welche zweifellos nicht mehr den Anforderungen an eine moderne PSA genügt.


Diese Sparmaßnahme an der Sicherheit der Bremer Bürger und der Gesundheit der Bremer Feuerwehrleute reicht dem Bremer Senat aber bei weitem nicht aus!


Die Bremer Feuerwehr, insbesondere die Freiwillige Feuerwehr, leidet seit Jahren an einer Überalterung ihrer Einsatzfahrzeuge. Etliche Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr sind älter als 20 Jahre, teilweise sogar über 30 Jahre alt.

Bereits 2011 hat die städtische Deputation für Inneres die Neustrukturierung beschlossen, welche die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr festlegt. Einer der Bausteine war die Beschaffung von zwei neuen Fahrzeugen pro Jahr.
Der Bremer Senat hat aber nicht das benötigte Geld für neue Fahrzeuge bereitgestellt, also wurden auch keine gekauft!
Einige der ältesten Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr mussten auf Grund der Überalterung und der damit einhergehenden technischen Defekte aus dem Dienst genommen werden.
Als aktuelle Soforthilfe wurde vom Senator für Inneres die Beschaffung zwei zusätzlicher Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr zugesagt.


Ein Tropfen auf den heißen Stein!


Zu befürchten ist, dass es sich hierbei nur um einen Trick zur Beruhigung der Gemüter handelt und die jetzt zusätzliche fällige Investitionssumme im nächsten Haushalt wieder abgezogen wird.
Gerade dies wird sich aber als fataler Irrweg aufweisen, da dann zusätzliche wichtige Fahrzeuginvestitionen der Berufsfeuerwehr (die zuständig für die Sicherstellung des Schutzzieles ist) fehlen. Schon jetzt fehlen bei der Berufsfeuerwehr auf Grund von Überalterung und nicht reparablen, defekten Reservefahrzeuge, so dass auf die Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr zurückgegriffen werden muss.
Fahrzeuge, die im Einsatzfall von der Freiwilligen Feuerwehr selbst dringend benötigt werden.

Trotz der beschlossenen 6.000.000 Euro in den nächsten 6 Jahren wird sich der derzeitige Investitionsstau von über 7.000.000 Euro bei den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr Bremen nicht abbauen, sondern voraussichtlich auf über 10.000.000 Euro bis zum Jahr 2025 ansteigen.
Die Einsatzfähigkeit der gesamten Feuerwehr Bremen, welche auf ein ineinander greifen von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr baut, steht auf dem Spiel.
Der Senat gefährdet mit seinen Sparmaßnahmen die Sicherheit der Bevölkerung und der Feuerwehreinsatzkräfte und geht bewusst das Risiko der Gesundheitsschädigung ein.
Zudem unterschreitet das Bremer Schutzziel den Empfehlungen der AGBF und ist ebenfalls eine politisch gewollte, der finanziellen Lage geschuldete und beschlossene Größe.
Hier wird mit einer Arroganz, welche seines gleichen sucht, die Sicherheit der Bremer Bürger und die der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aufs Spiel gesetzt.


Gerade in der heutigen Zeit, wo die innere Sicherheit durch zunehmende Gewalt und Terrorismusgefahr bedroht wird, fordern wir den Senat auf, die Verantwortung für die Sicherheit der Bremer Bürger während der aktiven Amtszeit und darüber hinaus zu gewährleisten und Schaden abzuwenden.


Sicherheit gibt es weder umsonst noch zu Discountpreisen!


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