Berufsverband und Gewerkschaft verschmelzen zur größten Interessenvertretung hauptamtlicher Feuerwehrleute

Im Rahmen ihrer Bundeshauptversammlung haben die Deutscher Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) und der Berufsverband Feuerwehr (BVFw) einen Verschmelzungsvertrag unterschrieben. Einstimmig und unter großem Applaus der Delegierten wurde damit der Weg zur größten Interessenvertretung der hauptamtlichen Feuerwehrleute in Deutschland geebnet.BHV 2018 1

Ingo Schäfer, Vorsitzender der DFeuG, zeigte sich nach der Unterzeichnung erfreut: “Endlich ist zusammen, was zusammen gehört! Wir haben uns zehn Jahre lang parallel in die gleiche Richtung entwickelt und verfolgen die gleichen Interessen”.

Ihm pflichtet Olaf Reichelt, Vorsitzender des BVFw, bei: “Wir haben jetzt gebündelte Kompetenzen und eine große Mitgliederzahl im Rücken. Damit können wir die Arbeitsbedingungen unserer Feuerwehrleute verbessern und sie vor Willkür der Arbeitgeber oder Dienstherren schützen.”

Der Berufsverband Feuerwehr hatte sich besonders in Norddeutschland etabliert während die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft im übrigen Bundesgebiet aktiv ist. Durch die Verschmelzung wird die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft rund 7000 Mitglieder aus Berufs- und Werkfeuerwehren vertreten und beraten. Als mitgliederstärkste Interessenvertretung kann die Gewerkschaft Tarifverträge verhandeln und auch in politischen Gremien Einfluss nehmen.

Der Feuerwehrberuf muss wieder attraktiv werden! Diejenigen Menschen, die jeden Tag ihr Leben für Andere aufs Spiel setzen müssen optimale Arbeitsbedingungen haben und gegen die gesundheitlichen Risiken bestens geschützt sein.”, stellt Schäfer klar.

Nach ihrem Motto “Von der Basis für die Basis” engagieren sich ausschließlich Feuerwehrleute in der DFeuG und haben dabei auch die rund 1 Millionen ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Blick.

Reichelt dazu: “Immer öfter werden freiwillige Feuerwehren über die Maßen strapaziert um Einsparungen bei hauptamtlichen Feuerwehren zu kompensieren. Sowohl technisch als auch personell müssen die Feuerwehren hier verstärkt werden um gefährlichen Entwicklungen frühzeitig zu begegnen.

Fotos im Anhang zeigen die Vorsitzenden der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft Ingo Schäfer (DFeuG, links) und Olaf Reichelt (Berufsverband Feuerwehr, rechts) sowie die einstimmige Abstimmung der DFeuG-Mitglieder.

Im Rahmen ihrer Bundeshauptversammlung haben die Deutscher Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) und der Berufsverband Feuerwehr (BVFw) einen Verschmelzungsvertrag unterschrieben. Einstimmig und unter großem Applaus der Delegierten wurde damit der Weg zur größten Interessenvertretung der hauptamtlichen Feuerwehrleute in Deutschland geebnet.

BHV 2018 3

Ingo Schäfer, Vorsitzender der DFeuG, zeigte sich nach der Unterzeichnung erfreut: “Endlich ist zusammen, was zusammen gehört! Wir haben uns zehn Jahre lang parallel in die gleiche Richtung entwickelt und verfolgen die gleichen Interessen”.

Ihm pflichtet Olaf Reichelt, Vorsitzender des BVFw, bei: “Wir haben jetzt gebündelte Kompetenzen und eine große Mitgliederzahl im Rücken. Damit können wir die Arbeitsbedingungen unserer Feuerwehrleute verbessern und sie vor Willkür der Arbeitgeber oder Dienstherren schützen.”

Der Berufsverband Feuerwehr hatte sich besonders in Norddeutschland etabliert während die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft im übrigen Bundesgebiet aktiv ist. Durch die Verschmelzung wird die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft rund 7000 Mitglieder aus Berufs- und Werkfeuerwehren vertreten und beraten. Als mitgliederstärkste Interessenvertretung kann die Gewerkschaft Tarifverträge verhandeln und auch in politischen Gremien Einfluss nehmen.

Der Feuerwehrberuf muss wieder attraktiv werden! Diejenigen Menschen, die jeden Tag ihr Leben für Andere aufs Spiel setzen müssen optimale Arbeitsbedingungen haben und gegen die gesundheitlichen Risiken bestens geschützt sein.”, stellt Schäfer klar.

Nach ihrem Motto “Von der Basis für die Basis” engagieren sich ausschließlich Feuerwehrleute in der DFeuG und haben dabei auch die rund 1 Millionen ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Blick.

Reichelt dazu: “Immer öfter werden freiwillige Feuerwehren über die Maßen strapaziert um Einsparungen bei hauptamtlichen Feuerwehren zu kompensieren. Sowohl technisch als auch personell müssen die Feuerwehren hier verstärkt werden um gefährlichen Entwicklungen frühzeitig zu begegnen.

BHV 2018 2

Pressemitteilung als pdf...

Eine Stimme für die FW

7 Jahre nach der Gründung der ersten und einzigen Fachgewerkschaft von und für Feuerwehrkollegen wurde am 01.Mai 2018 die Landesgruppe Thüringen gegründet.

Ziel der Kolleginnen und Kollegen in Thüringen ist eine eigene und freie Fachgewerkschaft für die Berufs-, Werk-, Betriebs-, Flughafen- und Hauptamtlichen Feuerwehrleute sowie die Kolleginnen und Kollegen der Rettungsleitstellen und Brandschutzämter!

Durch unsere Arbeit in der Politik und der Öffentlichkeit ist bekannt, dass das Ansehen der Feuerwehrleute in der Gesellschaft immens ist, der Verdienst aber trotz größer werdender Aufgabengebiete extrem schmal bleibt. Und das bei rasant steigenden Anforderungen an die Feuerwehrleute. Streichungen, Kürzungen und Drangsalierungen gefährden dabei Moral und Einsatzbereitschaft der Helfer.

„Längst wird die Arbeit dieser Vertretung der Feuerwehrleute im politischen Raum, auch in den Gremien der EU anerkannt. Die DFeuG ist in Sachen Feuerwehr als Experte angesehen, nun soll dieser Schritt auch gegenüber der Landespolitik in Thüringen erfolgen“, so der Landesgruppenvorsitzende, Andreas Kacsur.

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) ist eine starke Interessenvertretung, an deren Spitze immer ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau, also Kollegen von der Basis stehen, die die Interessen der eigenen Berufskollegen vertreten.

Landesvorstand TH

Der neu gewählte Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Landesgruppenvorsitzender: Andreas Kacsur; stellv. LG Vorsitzender: Tobias Braun; stellv. LG Vorsitzender: Andre Thon; Mittelverwalter Martin Schmidt; Schriftführer: Sven Fiebrich; Presse- und Öffentlichkeit: Ronny Böhm; Beisitzer: Birte Heß; Beisitzer: Martin Schmidt; Beisitzer: Pascal Kessler; Beisitzer: Christoph Hohlbein.

Text als pdf

Wer eine private Berufs- bzw. Dienstunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen hat, der sollte auch das klein gedruckte im Vertragstext beachten.

Viele Versicherer haben darin festgeschrieben, dass Leistungen bereits dann erbracht werden, wenn„nur“ eine längere Dienstunfähigkeit aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung vorliegt.

Auch bei vorzeitigem Ruhestand aufgrund krankheitsbedingter Berufs- bzw. Dienstunfähigkeit sollte man frühzeitig den Versicherer einschalten. Leistungen werden oftmals nicht erst dann erbracht, wenn das aktive Dienstverhältnis beendet ist, sondern bereits rückwirkend zum Zeitpunkt des Eintrittes der Erkrankung bzw. Verletzung.

In zwei konkreten Fällen konnten wir für Kollegen folgendes erreichen:

Weiterlesen: AG Gesundheit informiert! - BU / DU leistet bereits bei längerer Erkrankung

Im Rahmen einer Expertenrunde lud Innensenator Andreas Geisel (SPD) am 16.04.2018Personalräte und Gewerkschaftsvertreter in die Klosterstraße, um gemeinsam über eine Entlastung der Arbeitssituation bei der Berliner Feuerwehr zu beraten. Wenngleich es am Ende zu keiner unterschriebenen Regelung kam, gingen Geisel und Karsten Göwecke, der ständige Vertreter des Landesbranddirektors, auf die Forderungen von DFeuG, ver.di sowie der GdP ein und sicherten wesentliche Verbesserungen zu. Für weitere Schritte ist ein Gespräch mit dem Finanzsenator von Nöten.

Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 44 Stunden

„Wir haben die klare Zusage, dass wir die 44-Stunden-Arbeitswoche faktisch zum 1. Mai einführen, spätestens zum 1. Juni einen tragfähigen Entwurf zu einer Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 48 auf 44 Stunden vorgelegt bekommen und dies dann schnellstmöglich, aber spätestens zum 1. September umgesetzt werden soll. In der Übergangszeit werden die Kolleginnen und Kollegen dennoch 48 Stunden arbeiten, die vier geleisteten Überstunden aber rückwirkend zum 1. Mai ausgezahlt", so Michael Schombel, Feuerwehr-Bezirksgruppenvorsitzender der GdP. Alle drei beteiligten Gewerkschaften waren sich einig, dass eine Rückkehr zum alten 24-Stunden-Dienst beim Blick auf den Personalkörper nicht machbar ist und die Reduzierung auf 44 Stunden zur besseren Planung eines 12-Stunden-Dienstes, die nicht mehr tragbare Arbeitsbelastung sowie beim Blick auf den hohen Krankenstand von über 20 Prozent absolut notwendig sei.

Geisel zeigt Bereitschaft – Alle Überstunden sollen zu 100 % ausgezahlt werden

Ein zentraler Aspekt der heutigen Gespräche war auch die Auszahlung aller bis hierhin angehäuften Überstunden, die man ab 1. Mai angehen möchte. Streitpunkt war die Höhe der zu bezahlenden Beträge. „Der Innensenator hat uns zugesichert, dass er uns auf dem Weg zu einer einhundertprozentigen Auszahlung unterstützt und es nicht am Geld scheitern kann. Der Senat kann aus unserer Sicht einen entsprechenden Beschluss fassen, wenn sie durch die Kolleginnen und Kollegen nicht mit Freizeit abgegolten werden können", so Roland Tremper, kommissarischer Landesbezirksfachbereichsleiter bei ver.di. Geisel und die Vertreter der zuständigen Fachbereiche machten deutlich, dass diese Möglichkeit juristisch geprüft und dann dem Senat ein derartiger Beschluss vorgelegt wird.


Keine Einigung bei der Feuerwehrzulage und Eingruppierung der Notfallsanitäter
Bei der Forderung einer Erhöhung der Feuerwehrzulage auf 200 Euro sowie diese zu dynamisieren und ruhegehaltsfähig zu machen, bestand großer Dissens zwischen den Gesprächspartnern. Micha Quäker, Vorstandsmitglied der DFeuG: „Die vorgeschlagene Erhöhung um gut sechs Euro würden die Kolleginnen und Kollegen zu recht sofort in die brennende Tonne vorm Roten Rathaus werfen. Wir können gern über die Höhe sprechen. Die Ruhegehaltsfähigkeit aber ist eine Notwendigkeit, bei der uns ziemlich egal ist, ob der Finanzsenator davon überzeugt ist oder nicht." Ähnlich wie bei der geforderten tariflichen Eingruppierung der Notfallsanitäter verwies der Innensenator an den Finanzsenator. „Wir gehen mit zwei guten Zusagen aus diesem ersten Gespräch heraus. Der Innensenator aber sollte wissen, dass er bei seinem Parteigenossen im Finanzressort noch deutlicher Druck machen muss. Wir erwarten innerhalb der nächsten zwei Wochen ein Gespräch mit Matthias Kollatz-Ahnen, um über die wesentlichen Punkte zu verhandeln. Berlins Kassen sind voll, die Bürgerinnen und Bürger verdienen es, dass ihre Steuern spürbar in die innere Sicherheit und nicht nur in Abgeordnetendiäten investiert werden", so die drei Gewerkschaftsvorstände abschließend. Die Gesprächspartner vereinbarten, zukünftig zweimal im Jahr zusammenzukommen.

Wieso halten die Kollegen der Berliner Feuerwehr in ihrer Freizeit eine Mahnwache ab? Wir möchten Ihnen kurz unsere Forderungen erklären:

Absenkung der Wochenarbeitszeit von derzeit 48 Stunden auf 44 Stunden

Der Senat von Berlin hat im Januar 2008 eine Arbeitszeitverordnung für die Feuerwehr erlassen. Dort wird geregelt, dass wir Feuerwehrleute bis zu 48 Stunden in der Wochen arbeiten dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass innerhalb der 48 Stunden mindestens 19 Stunden Bereitschaftszeit gewährt werden. Aufgrund der massiv gestiegenen Einsatzzahlen, können diese 19 Stunden nicht sichergestellt werden. Damit verstoßen die Verantwortlichen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport täglich gegen die Verordnungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Weiterlesen: #Berlin Brennt

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,


ab Montag, den 26.03.18 wird es für eine Woche eine Mahnwache „Feuertonne“ geben!

Direkt vor dem Roten Rathaus unter dem Motto

„BERLIN BRENNT“

Die Veranstaltung wurde durch Ver.di initiiert und die DFeuG beteiligt sich wie vorgeschlagen. Unsere Forderungen lauten wie folgt:

  1. 1. Absenkung der Wochenarbeitszeit
  2. 2. Auszahlung der geleisteten Überstunden 1:1
  3. 3. Beförderungssituation verbessern
  4. 4. Bessere Eingruppierungen der Tarifbeschäftigten

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft

V.i.S.d.P. Öffentlichkeitsarbeit - Berlin/Brandenburg - Berlin, den 23.03.2018

PDF zum Artikel

LG Berlin-Brandenburg

Kalender

Keine Veranstaltungen gefunden

Partner

Kontakt BB

DFeuG
Landesgruppe Berlin-Brandenburg
Postfach 029941
D-10132 Berlin

 +49 (0)30 - 577 05 28 10
 +49 (0)30 - 577 05 28 19
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!