Feuerwehr in Bayern

Jeden Tag sind Feuerwehrleute in Bayern stark gefordert. Rund 237.000 Einsätze hatten Bayerns Feuerwehren 2013 zu verzeichnen. Die Hälfte der Einsätze wurden von hauptberuflichen Feuerwehrleuten in Bayerns Großstädten, Flughäfen und Industrieanlagen gefahren. Gerade in Bayerns Großstädten ist es egal ob Wohnungsbrand oder angebranntes Essen, Verkehrsunfall mit einem Linienbus, technische Hilfeleistung im U-Bahn-Tunnel oder auf dem Dach des höchsten Gebäudes, es sind immer hauptberufliche Feuerwehrleute vor Ort. Aber die Notrufe und damit die Belastungen steigen überproportional: zu den „klassischen" Betätigungsfeldern der Feuerwehr kommen immer neue und umfangreichere Einsätze hinzu: Massenanfälle von Verletzten bei Glatteis, die verwirrte Person mit dem Messer in der Innenstadt, Nahrungsmittelvergiftung in der Schule, Evakuierung ganzer Stadtviertel bei einem Bombenfund oder schnelle und zahlreiche Hilfe bei einem umfassenden Stromausfall. Immer sind die Kolleginnen und Kollegen zur Stelle, egal ob bei der Einsatzaufnahme und Koordination in der Integrierten Leitstelle oder an der Einsatzstelle vor Ort.

Gründung am 14.05.2012 in München

Am 14. Mai 2012 gründete sich in München die Landesgruppe Bayern der Deutschen-Feuerwehr-Gewerkschaft. Somit ist nun die erste deutsche Fachgewerkschaft für alle hauptamtlich beschäftigten Feuerwehrleute auch in Bayern aktiv. Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft kümmert sich ausschließlich um die Belange der Beschäftigten und Beamten bei Berufsfeuerwehren, hauptamtlichen Feuerwachen, Werk- und Flughafenfeuerwehren sowie den Beschäftigten im Rettungsdienst, die ihren Dienst für Feuerwehren versehen, einschließlich ihrer Anwärter und Auszubildenden. Die Interessen der Feuerwehrleute waren bisher fachlich und sachlich höchst unzureichend vertreten oder gingen in einer Großgewerkschaft schlichtweg „unter".

Nah an der Basis

Die Aufgabengebiete, Ausbildung und Arbeitszeiten der Feuerwehrleute sind mit denen von Beschäftigten und Beamten in anderen Diensten und Ämtern nicht zu vergleichen. Deshalb ist es an der Zeit, dass sich kompetente Kollegen für diesen speziellen, hochprofessionellen Berufszweig einsetzen und diesen in Öffentlichkeit und Politik angemessen vertreten. Die DFeuG versteht sich als Interessenvertretung für Feuerwehrleute von Feuerwehrleuten und wird zum allergrößten Teil von aktiven Kollegen ehrenamtlich betrieben. Ein großer Vorteil dieser Arbeitsweise ist die Nähe zur Basis, denn nur Feuerwehrleute wissen wirklich, wo Feuerwehrleuten der "Schuh" drückt.

Immer mehr Belastungen

Gehaltskürzungen, Verlängerung der Lebensarbeitszeit, Wegfall von Zulagen, Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Beförderungstops, Haushaltssperren, Personalmangel und zahlreiche weitere Einschnitte bei immer weiter steigender Einsatzbelastung durch jährlich auf neue Rekordwerte steigende Einsatzzahlen, gerade im Rettungsdienst, müssen die Kolleginnen und Kollegen in Deutschlands Berufs- und Werkfeuerwehren hinnehmen. Ebenso steigt die Belastung für jeden Einzelnen durch eine immer weiter steigende Spezialisierung und zunehmende und aufwendigere Aus- und Fortbildung. Auch macht sich der demographische Wandel der Gesellschaft immer mehr bei den Feuerwehren bemerkbar, was sich in sinkenden Bewerberzahlen und deren abnehmender Qualität und einem steigendem Durchschnittsalter der Einsatzmannschaften zeigt.

Mehr als 4.500 hauptberufliche Feuerwehrleute in Bayern

Der abwehrende und vorbeugende Brandschutz, die technische Hilfeleistung und der Rettungsdienst in Bayern zählen zu den Besten weltweit. Neben den 7 Berufsfeuerwehren mit ihren ca. 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind es auch die zahlreichen ständig besetzten Feuerwachen der freiwilligen Feuerwehren in allen größeren Städten Bayerns (ca. 630 Hauptberufliche Feuerwehrleute), aber auch die hochspezialisierten Werkfeuerwehren auf Flughäfen, in Industrieanlagen, Raffinerien und Montagehallen mit ihren ca. 1.700 Mitarbeitern, die einen unverzichtbaren Teil der Gefahrenabwehr in Deutschland auf höchstem Niveau stellen.

Aufgaben der DFeuG

Aber nur motivierte, gesunde und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen gerechten Ausgleich, monetär wie in Freizeit, für ihre aufopfernde Tätigkeit erhalten, können und wollen das leisten.

Um eben diese Leistungsfähigkeit und somit die Sicherheit aller zu erhalten und zu erhöhen, dafür setzt sich die DFeuG ein. Als junge, freie und unabhängige Fachgewerkschaft will die DFeuG auftreten und sieht sich als kompetenter und zielstrebiger, aber auch fairer Ansprechpartner für alle Beteiligten. Die Arbeitsbedingungen der hauptberuflichen Feuerwehrleute zu verbessern und auf deren Schwierigkeiten und Nöte hinzuweisen gehört dabei genauso zu den Aufgaben der DFeuG wie das Bild der hauptberuflichen Feuerwehrleute in Politik und Öffentlichkeit positiv darzustellen.

Ziele der DFeuG Bayern

Neben den allgemeinen Zielen der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, die in der Satzung verankert sind (Link), hat sich die Landesgruppe Bayern noch folgende Aufgaben gestellt:

kurzfristig:

  • - feste Strukturen etablieren

    - DFeuG bayernweit bekannt machen

    - Ansprechpartner sein

    - Informationsplattform für alle Kollegen

    - Gewährung der Mehrarbeit 2001-2007 durchsetzen

    - Opt-Out Neuverhandlungen anstoßen

mittel- und langfristig:

  • - Überarbeitung der Dienstrechtsreform

    - Aufbau Netzwerk Bayern und Bund

    - Vorstellung in Politik und Öffentlichkeit

    - Vernetzung aller Personalräte Bayern/Bund

    - Schulungen/Seminare für Mitglieder

    - Mitwirkung in allen bayer. Personalräten

    - Teilnahme an Tarif-/Besoldungsverhandlungen

 

Satzung der DFeuG als PDF

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