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Chef der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft warnt: Hohe Spritpreise treffen pendelnde Einsatzkräfte

Feuerwehrleute in Deutschland helfen jeden Tag, 3,5 Millionen Mal im Jahr werden sie alarmiert. Der größte Teil dieser Hilfe ist in den dicht besiedelten Ballungsräumen notwendig: 60 Prozent aller Alarme fahren Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehren und hauptamtlichen Feuerwachen in Großstädten. Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten in diesen Ballungsräumen. Dort zu wohnen, können sich die wenigsten von ihnen leisten. Es wird oft von gut bezahlten Beamten und üppigen Pensionen gesprochen. Das trifft leider nicht auf Feuerwehreinsatzkräfte zu. Etwa zwei Drittel beziehen ein Gehalt, das zwar zum Leben reicht, aber keine großen Sprünge zulässt. Da das Leben in den großen Städten teuer ist, ist für viele ein tägliches Pendeln die einzige Möglichkeit. Die steigenden Spritkosten machen vor allem die Pendler zu Verlierern. Denn sie sind auf ihre Autos angewiesen. Für unsere Kolleginnen und Kollegen ist der einfache Weg zur Arbeitsstelle meist länger als 50 Kilometer. Ein Euro mehr pro Liter Sprit bedeutet bei einem Verbrauch von sieben Litern: 840 Euro Zusatzkosten im Jahr. Wenn es politisch gewollt ist, das Berufsbild Feuerwehr weiterhin attraktiv zu halten, ist es notwendig, diese Mehrkosten auszugleichen. Feuerwehr und Rettungsdienst sind eine Lebensversicherung für uns alle – heute und in Zukunft. Deswegen müssen Kolleginnen und Kollegen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr bei Tank- oder Spritunterstützung berücksichtigt werden.